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30.07.2012

19:36 Uhr

Rohstoffe

Maispreis wegen Dürre auf Rekord-Niveau

Der Maispreis bewegt sich wegen der Dürre in den USA auf Rekord-Niveau - seit 1988 wurde kein so hoher Gewinn erzielt. Der Preis für das Barrel Öl sank um 0,1 Prozent und liegt bei 90,05 Dollar.

Hitzewelle in den USA: Der Mais geht ein. dpa

Hitzewelle in den USA: Der Mais geht ein.

FrankfurtDie Ölpreise haben sich am Montag nur unwesentlich bewegt und dabei mehrmals die Richtung gewechselt. Damit wurde das höchste Niveau seit einer Woche beim Ölpreis WTI verteidigt und zeitweise sogar leicht ausgebaut. Spekulationen auf weitere geldpolitische Maßnahmen zur Stabilisierung der Konjunktur wirkten ebenso stützend wie die zunehmenden Spannungen im Nahen Osten, die Lieferengpässe auslösen könnten.

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In den USA herrscht die schlimmste Hitzewelle seit 50 Jahren. Tausende Getreidefelder vertrocknen. Experten rechnen mit massiven Ernteausfällen und einem kräftigen Anstieg der Lebensmittel-Preise. Auch in Deutschland.

Der Preis der US-Rohölsorte WTI mit Liefertermin im September lag zuletzt 0,1 Prozent niedriger bei 90,05 Dollar je Barrel. Am Freitag war der Kontrakt um 1,2 Prozent gestiegen. Öl der in Europa gängigen Sorte Brent war bei 106,21 Dollar je Barrel um 0,3 Prozent leichter.

Der Goldpreis war bei 1.621,69 Dollar je Feinunze um 0,1 Prozent niedriger als am Freitag. “Die Schwäche des US-Dollar müsste sich fortsetzen, wenn der Goldpreis steigen soll”, stellte Analyst Andrey Kryuchenkov von VTB Capital in London in einer Markteinschätzung fest. “Ohne Unterstützung durch eine physische Goldnachfrage wird der Handel unstet bleiben und das Gold eher unabhängig von der Stimmung im Makrobereich gehandelt”, sagte er.

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Von den steigenden Lebensmittelpreisen seien vor allem die Ärmsten betroffen.

Der Preisboom bei den Agrarrohstoffen setzte sich besonders bei Mais, Weizen und Soja fort. Der Maispreis erreichte in Chicago einen Rekordpreis von 8,1725 Dollar je Scheffel und läuft damit auf den höchsten Monatsgewinn seit 1988 zu. Als Hauptgrund für die hohen Preise gilt die Sorge vor einer Missernte. Der Mittlere Westen der USA erlebt derzeit die schwerste Dürre seit 1956.

Eine Entspannung ist nicht in Sicht: “Es wird kein nennenswerter Niederschlag für die betroffenen Gebiete bis zum Ende der Woche erwartet”, sagte Analyst Victor Thianpiriya von der Australia & New Zealand Banking Group in Singapur.

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