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07.04.2014

11:53 Uhr

Rohstoffe

Mögliche Libyen-Exporte drücken Ölpreis

Die Aussicht auf große Liefermengen Rohöl aus Libyen sorgen erneut für Verkaufsdruck und belasten vor allem den Preis für die Nordseesorte Brent. Der fiel am Montag um 1,1 Prozent auf 105,53 Dollar je Barrel.

Die Ölpreise geben leicht nach. dpa

Die Ölpreise geben leicht nach.

Singapur/FrankfurtDie Aussicht auf zusätzliche libysche Exporte hat den Ölpreis am Montag gedrückt. Die richtungsweisende Sorte Brent aus der Nordsee verbilligte sich um 1,1 Prozent auf 105,53 Dollar je Barrel, die US-Sorte WTI notierte 0,6 Prozent tiefer bei 100,51 Dollar.
Sollten die libyschen Ausfuhren wieder auf mehr als eine Millionen Barrel täglich steigen, müsse vor allem bei Brent mit einem größeren Kursrutsch gerechnet werden, sagte Fondsmanager Tetsu Emori von Astmax Investment.

Nach monatelanger Besetzung durch Rebellen sollen die beiden ostlibyschen Ölhäfen Sueitina und Hariga wieder freigegeben werden. Die wichtigeren Verlade-Stationen Ras Lanuf und Es Sider könnten nach weiteren Verhandlungen mit der Regierung in zwei bis vier Wochen ihre Arbeit wieder aufnehmen. Die Aufständischen fordern eine Beteiligung am Ölreichtum Libyens und Autonomie für den Osten des Landes. Bereits in den vergangenen Tagen hatte die Aussicht auf größere Liefermengen aus Libyen vor allem den Brent-Ölpreis belastet.

Sollte das nordafrikanische Ölförderland wieder zur vollständigen Kapzitätsauslastung bei den Liefermengen zurückkehren, dürfte dies einigen Einfluss auf den Weltmarkt für Rohöl haben, sagte ein Rohstoffexperte.


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