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27.08.2013

18:55 Uhr

Rohstoffe

Möglicher US-Militärschlag: Ölpreis steigt weiter

Wegen des möglichen US-Militärschlags gegen Syrien steigen die Ölpreise leicht. Anleger erkennen durch die verschärfte Lage einmal mehr, wie instabil die für die Ölförderung wichtige Region ist.

Ein Barrel der Nordseesorte Brent kostet 34 Cent mehr als am Freitag. dpa

Ein Barrel der Nordseesorte Brent kostet 34 Cent mehr als am Freitag.

New York/London/WienDie Ölpreise sind am Dienstag nach Berichten über einen bevorstehenden Militärschlag der USA gegen Syrien deutlich gestiegen. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Oktober verteuerte sich um knapp 2,70 Dollar auf mehr als 113 US-Dollar. Der Preis für ein Fass der US-Sorte WTI stieg um etwa 2,80 Dollar auf fast 109 Dollar.

Die brisante Lage in Syrien schüre Sorgen vor übergreifender Instabilität im für die Ölförderung wichtigen Nahen Osten, hieß es im Handel. Nach Einschätzung von Rohstoffexperten der Commerzbank steigt im Fall eines Militärschlags gegen Syrien die Gefahr einer Eskalation der Situation in der Region. Dann sei mit weiter steigenden Ölpreisen zu rechnen.

Die Anzeichen für einen baldigen Angriff verdichten sich: Nach einem mutmaßlichen Giftgaseinsatz erwägen die USA einem Zeitungsbericht zufolge einen bis zu zwei Tage dauernden Militärschlag. US-Präsident Barack Obama prüfe eine Intervention von begrenztem Umfang und begrenzter Dauer, berichtete die „Washington Post“ unter Berufung auf hochrangige Regierungsvertreter.

Der Preis für Rohöl der Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) legte zuletzt weiter zu. Nach Berechnungen des Opec-Sekretariats vom Dienstag kostete ein Barrel am Montag im Durchschnitt 108,36 Dollar. Das waren elf Cent mehr als am Freitag. Die Opec berechnet ihren Korbpreis auf Basis der zwölf wichtigsten Sorten des Kartells.


Von

dpa

Kommentare (1)

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Toni

27.08.2013, 08:02 Uhr

WASHINGTON/MOSKAU – Russland lässt derzeit mehr als ein Dutzend Kriegsschiffe in den Gewässern um seine syrische Marinebasis patrouillieren. In den USA und Europa deutet man das als eine deutliche Warnung, dass der Westen und Israel nicht in den blutigen syrischen Bürgerkrieg eingreifen sollen.

Russlands Präsenz im östlichen Mittelmeer ist eine der massivsten Entsendungen von Kriegsschiffen seit Ende des Kalten Krieges. Im Westen fürchtet man zwar keinen Konflikt mit der alternden russischen Flotte. In der ohnehin schon explosiven Lage stellt ihre Anwesenheit aber ein weiteres nicht kalkulierbares Risiko dar. „Es ist eine Machtdemonstration.

Sie zeigen Muskeln”, sagt ein hochrangiger US-Soldat. „Sie wollen demonstrieren, dass sie für ihre Interessen einstehen.”

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