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13.11.2014

17:49 Uhr

Rohstoffe

Nachfrage nach Gold sinkt auf Fünf-Jahrestief

Der Goldpreis fällt – und die Nachfrage auch: Die Nachfrage nach dem Edelmetall ist damit so schwach wie seit Ende 2009 nicht mehr. Der Preis für Gold konnte sich unterdessen wieder etwas erholen.

Der Preis für Gold erreichte kürzlich den tiefsten Stand seit Mitte 2010. dpa

Der Preis für Gold erreichte kürzlich den tiefsten Stand seit Mitte 2010.

LondonMit dem fallenden Goldpreis ist auch die Nachfrage nach dem Edelmetall in den vergangenen Monaten gesunken. Im dritten Quartal hätten weltweit 929,3 Tonnen Gold den Besitzer gewechselt, zwei Prozent weniger als im Vorjahr, teilte der Branchenverband World Gold Council am Donnerstag mit. Nach Einschätzung von Rohstoffexperten der Commerzbank ist die Nachfrage nach Gold damit so schwach wie seit Ende 2009 nicht mehr. Ein starker Rückgang in China habe zur allgemein schwachen Nachfrage beigetragen, ein Teil davon sei durch eine höhere Nachfrage aus Indien aufgefangen worden.

Nach Angaben des World Gold Council gab es in den Monaten Juli bis September die stärksten Rückgänge bei der Nachfrage nach Goldbarren mit einem Minus von 27 Prozent im Jahresvergleich auf 185,7 Tonnen. Bei der Nachfrage nach Goldschmuck meldete der Branchenverband einen Rückgang um vier Prozent und bei der Nachfrage durch Zentralbanken um neun Prozent.

Die wichtigsten Fakten zu Gold

Goldnachfrage

Die gesamte Goldnachfrage im ersten Quartal 2015 betrug 1079,3 Tonnen. Damit ist die Nachfrage nur um knapp 11 Tonnen im Vergleich zum Vorjahr (Q1'14: 1089,9) gefallen.

Quelle: World Gold Council

Schmucknachfrage

Die weltweite Nachfrage nach Schmuck betrug im ersten Quartal 2015 insgesamt 600,8 Tonnen und ist damit um drei Prozent im Vergleich zum Vorjahr (Q1'14: 620,2) gefallen.

Industrienachfrage

Die Nachfrage des Technologiesektors belief sich im ersten Quartal 2015 auf 80,4 Tonnen und fiel, verglichen mit den 81,9 Tonnen im ersten Quartal 2014, um zwei Prozent.

Goldbarren- und Münznachfrage

Die Nachfrage nach Goldbarren und -münzen ist im ersten Quartal 2015 gesunken – auf 253,1 Tonnen. Ein Minus von zehn Prozent im Vergleich zu 2014 (Q1: 281,5).

EFTs und ähnliche Produkte

Die Nachfrage bei den Gold-EFTs betrug im ersten Quartal 2015 25,7 Tonnen. Im ersten Quartal des Vorjahres wurden noch Abflüsse in Höhe von 13,5 Tonnen verzeichnet.

Notenbanken

Die Nettoeinkäufe von Zentralbanken betrugen im ersten Quartal 2015 119,4 Tonnen. Im Vergleich zum Vorjahr blieb der Wert damit nahezu gleich (Q1'14: 119,8).

Investment gesamt

Die Goldnachfrage im Investment belief sich im ersten Quartal 2015 auf 278,8 Tonnen. Das ist eine Steigerung von vier Prozent, im Vorjahresquartal waren es 268 Tonnen.

Zuletzt war der Goldpreis stark gefallen. Ende vergangener Woche erreichte die Notierung für eine Feinunze (etwa 31,1 Gramm) bei 1132,16 Dollar den tiefsten Stand seit Mitte 2010. Seitdem konnte sich der Goldpreis wieder etwas erholen. Im September 2011 hatte der Goldpreis ein Rekordhoch bei 1920 Dollar erreicht.

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dpa

Kommentare (2)

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Herr Thomas Behrends

13.11.2014, 19:20 Uhr

Es wird wahrscheinlich noch weitere 15-20% preislich gesehen herunter gehen, bis sich der Markt erholt.

Also, abwarten und Tee trinken ...

... und dann wieder nachkaufen ...

Account gelöscht!

13.11.2014, 19:54 Uhr

"Noch weitere 15-20%"? Und danach "erholt" sich der Markt.
Sie sind ja ein ganz Schlauer!

Verraten Sie uns doch bitte noch, ob wir dieses Jahr eine Weiße Weihnacht bekommen!

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