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23.04.2014

08:27 Uhr

Rohstoffe

Nickel steigt, Kupfer rutscht ab

Während Nickel durch die Krise in der Ukraine und das Risiko ausbleibender Lieferungen aus Russland im Wert steigt, rutscht Kupfer ab. Für die Wertminderung sind schwache Konjunkturdaten aus China verantwortlich.

Teurer Staub: Nickel steigt durch die Krise im Osten der Ukraine im Wert. Reuters

Teurer Staub: Nickel steigt durch die Krise im Osten der Ukraine im Wert.

Frankfurt am MainDie Furcht vor einem Angebotsdefizit treibt den Nickelpreis immer weiter in die Höhe. Das hauptsächlich in der Edelstahlindustrie verwendete Metall verteuerte sich am Mittwoch in der Spitze um mehr als ein Prozent auf 18.525 Dollar je Tonne und kostete damit so viel wie zuletzt im Februar 2013. Als Preistreiber gilt vor allem das seit Januar gültige indonesische Exportverbot für Nickelerze. Gestützt wird der Preis ebenfalls von Spekulationen, dass die Krise in der Ukraine Lieferungen aus Russland, dem zweitgrößten Nickelproduzenten, behindern könnte, sollte der Westen seine Sanktionen ausweiten.

US-Außenminister John Kerry hat seinen russischen Amtskollegen Sergej Lawrow in einem Telefonat gewarnt, dass es zu weiteren Strafmaßnahmen kommen werde, wenn die Regierung in Moskau nicht - wie bei den Verhandlungen in Genf vereinbart - zu einer Deeskalation in der Ost-Ukraine beitrage. Abwärts ging es an der Londoner Metallbörse für den Kupferpreis: Das Industriemetall verbilligte sich angesichts enttäuschender Konjunkturdaten aus China um 0,4 Prozent auf 6643 Dollar je Tonne.

Der vorläufige Einkaufsmanagerindex für die chinesische Industrie stieg im April zwar auf 48,3 Punkte von 48,0 Zählern im März. Er blieb damit aber den vierten Monat in Folge unter der Wachstumsmarke von 50 Punkten und signalisiert damit weiterhin schrumpfende Geschäfte.

Von

rtr

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