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05.01.2011

07:35 Uhr

Rohstoffe

Ölmarkt im Zeichen der Spekulation

An den amerikanischen Terminmärkten liefern sich Ölproduzenten und-verbraucher einen heißen Wettkampf mit Spekulanten. Während die Vertreter der Ölindustrie mehrheitlich auf fallende Kurse setzen, wetten die Vertreter der Finanzindustrie in großem Maße auf einen weiteren Anstieg. Für die Preise geht es aktuell eher abwärts.

HB DÜSSELDORF. Ungeachtet rekordhoher Spekulationen auf steigende Preise sind die Ölpreise am Mittwochmorgen weiter gesunken. Ein Barrel (159 Liter) der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) zur Auslieferung im Februar kostete im frühen Handel 89,24 US-Dollar. Das waren 14 Cent weniger als am Vortag. Gewinnmitnahmen und eine höhere Risikobereitschaft der Anleger hatten den Ölpreis bereits am Dienstagabend um mehr als zwei Dollar gedrückt.

Der Preis für ein Barrel der Nordseesorte Brent sank zuletzt um 20 Cent auf 93,33 Dollar. Händler machten für den Preisrückgang auch den etwas stärkeren Dollar verantwortlich. Dies belaste die Rohstoffmärkte generell, hieß es.

An den Terminmärkten hat die Spekulation auf steigende Ölpreise zuletzt massiv angezogen. Wie Daten der US-Behörde CFTC zeigen, kauften spekulativ orientierte Anleger aus dem Finanzsektor in der Woche vom 21. bis 28. Dezember an der New York Mercantile Exchange sechs Mal mehr Kontrakte auf steigende als auf fallende Kurse. Allerdings setzten Öl-Produzenten und-verbraucher umgekehrt in starkem Maße mit Leerverkäufen auf einen fallenden Ölpreis. An der kleinere Future-Börse ICE war das Bild das Gleiche.

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