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03.02.2016

12:59 Uhr

Rohstoffe

Ölpreis erholt sich

Zwar sind die sieben Prozent an Wochenverlusten für Öl noch ein langer Weg. Doch zwei Prozent konnte der wichtigste Rohstoff am Mittwoch bereits gut machen. Aussagen von russischer Seite zum Dank.

Eine Fördersonde vom Mineralölkonzern Exxon Mobil zur Förderung von Erdöl auf einem Feld bei Rühme bei Braunschweig (Niedersachsen). dpa

Exxon Mobil

Eine Fördersonde vom Mineralölkonzern Exxon Mobil zur Förderung von Erdöl auf einem Feld bei Rühme bei Braunschweig (Niedersachsen).

FrankfurtSpekulationen um mögliche Förderkürzungen haben den Ölpreis am Mittwoch gestützt. Brent und WTI verteuerten sich in der Spitze um mehr als zwei Prozent auf 33,40 und 30,60 Dollar je Fass. In den vergangenen Tagen war der Ölpreis wegen des anhaltenden Überangebots erneut deutlich ins Rutschen geraten.

Nun weckte der russische Außenminister Sergej Lawrow auf einer Pressekonferenz neue Hoffnungen am Markt, dass die weltgrößten Ölproduzenten Maßnahmen zur Stabilisierung der Preise ergreifen könnten. Sobald es einen Konsens zwischen Opec- und Nicht-Opec-Mitgliedern gebe, sich zu treffen, werde man sich auch treffen, erklärte Lawrow. Russland hatte zuletzt gemischte Signale zu einer möglichen Kooperation mit der Organisation erdölexportierender Länder (Opec) ausgesandt, was zuerst für Freude und nach offiziellen Dementi von saudischer Seite für Ernüchterung bei den Börsianern gesorgt hatte.

Seit Wochenbeginn ist der Preis für das Nordsee-Öl Brent bereits um mehr als sieben Prozent abgerutscht. Aus Daten des American Petroleum Institutes ging am Dienstag hervor, dass die US-Lagerbestände in der Woche bis zum 29. Januar um 3,8 Millionen Barrel gestiegen sind.

Wegen des weltweiten Überangebots bei gleichzeitig schwächelnder Nachfrage ist der Ölpreis seit Mitte 2014 um rund 70 Prozent gefallen. Zudem hatten sich Hoffnungen auf baldige Förderkürzungen durch Russland und Saudi-Arabien zuletzt wieder zerschlagen. Belastend wirkt sich zudem aus, dass der Öl-Förderer Iran nach Aufhebung der Atom-Sanktionen an den Weltmarkt zurückkehrt.

Von

rtr

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