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22.01.2016

09:27 Uhr

Rohstoffe

Ölpreis erobert 30-Dollar-Marke zurück

Nach monatelanger Talfahrt gibt es eine Gegenbewegung beim Ölpreis. Der Rohstoffpreis zieht um mehrere Prozent an. Grund sind frische Daten aus den USA.

Der Konzern muss wegen des Ölpreises Tausende Stellen abbauen. Am Freitag gibt es etwas Linderung bei der Preisentwicklung. dpa

Brent Delta Platform des Shell-Konzerns

Der Konzern muss wegen des Ölpreises Tausende Stellen abbauen. Am Freitag gibt es etwas Linderung bei der Preisentwicklung.

Die Ölpreise haben am Freitag deutlich zugelegt und liegen wieder über 30 US-Dollar. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur März-Lieferung kostete am Morgen 30,70 US-Dollar und damit 1,45 Dollar mehr als am Vortag. Der Preis für ein Fass der US-Sorte WTI stieg um 1,27 Dollar auf 30,80 Dollar.

Die Preise waren bereits am Donnerstagnachmittag ins Plus gedreht, nachdem Zahlen zu den US-Reserven an Rohöl in der vergangenen Woche veröffentlicht worden waren. Die Bestände haben zwar um 3,98 Millionen auf 486,5 Millionen Barrel (je 159 Liter) zugelegt, wie das Energieministerium in Washington mitteilte. Allerdings war der Anstieg offenbar schwächer als von manch einem Marktteilnehmer erwartet. Auch liegen die Preise im längerfristigen Vergleich weiterhin auf sehr niedrigem Niveau.

Am Mittwoch hatten die beiden wichtigsten Ölsorten Brent und WTI noch neue Tiefstände seit dem Jahr 2003 erreicht. Als Hauptgrund für den allgemeinen Preissturz sehen Experten das starke Überangebot an Öl.

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Die Rohstoffbranche kappt wegen der Entwicklung bereits Kapazitäten. Der weltgrößte Technik-Dienstleister der Ölbranche - der US-Konzern Schlumberger - baute als Reaktion auf den niedrigen Preis weitere 10 000 Stellen ab. Insgesamt hat Schlumberger seit dem Beginn des Preisverfalls schon 30 000 Jobs gestrichen. Allein im letzten Quartal 2015 sei ein Nettoverlust von 1,016 Milliarden Dollar (915 Mio. Euro) aufgelaufen, teilte der Konzern am Donnerstag in Houston (Texas) mit.

Von

dpa

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