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15.06.2011

14:03 Uhr

Rohstoffe

Ölpreis fällt, Tanken wird billiger

Rohöl ist billiger geworden - und Autofahrer müssen fürs Benzin nicht mehr ganz so tief in die Tasche greifen. Unterdessen haben die USA und Saudi-Arabien einen geheimnisvollen Deal verhandelt.

Benzin ist wieder etwas billiger geworden. Quelle: dapd

Benzin ist wieder etwas billiger geworden.

Washington/LondonDer Preis für Brentöl ist wieder unter die Marke von 120 Dollar je Fass gefallen und notierte mit 118,86 Dollar bis zum frühen Nachmittag gut ein Prozent niedriger. Auch der Preis für US-Leichtöl WTI gab um 0,4 Prozent auf 99 Dollar je Barrel nach.
Höhere Benzinvorräte in den USA ließen Händler zudem an der Nachfrage des Top-Öl-Verbrauchers zweifeln. "Die Nachfrage nach Ölprodukten ist weiterhin verhalten, was einem weiteren Lagerabbau bei Rohöl entgegenstehen dürfte", schrieben die Analysten der Commerzbank in einem Kommentar.

Nach einem kurzen Zwischenhoch zu Pfingsten sinken auch die Spritpreise. Bundesweit müssen Autofahrer im Durchschnitt derzeit 1,514 Euro für einen Liter Super E10 bezahlen, 1,4 Cent weniger als vor einer Woche, wie der ADAC am Mittwoch in München mitteilte. Diesel wurde um 0,8 Cent billiger und kostet nach Berechnungen des Autoclubs derzeit je Liter 1,393 Euro. Damit setzt sich im Wochenvergleich der Preisrückgang an den deutschen Zapfsäulen in der sechsten Woche in Folge fort. Davor hatten die Benzin- und Dieselpreise Rekordhöhen erreicht und eine teils heftige Debatte um die Preispolitik der Mineralölkonzerne ausgelöst.

Im Kampf gegen die hohen Rohölpreise haben die USA und Saudi-Arabien Kreisen zufolge ein noch die dagewesenes Tauschgeschäft erwogen. In den Wochen vor dem gescheiterten Treffen der Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) kamen Vertreter Saudi-Arabiens und der USA im Geheimen zusammen, um die Märkte mit einem Abkommen zu überraschen, wie mit dem Plan vertraute Personen am Dienstag sagten: Dabei sollte das dringend benötigte hochwertige Rohöl, das in der US-Notreserve gelagert ist, für schweres minderwertiges Öl aus Saudi-Arabien getauscht werden. Dieser ungewöhnliche Vorschlag hätte die Bereitschaft Washingtons demonstriert, die wichtige strategische Ölreserve der USA für einen außerordentlichen Zweck einzusetzen.

Die angestrebte Kooperation sei jedoch wegen unterschiedlicher Preisvorstellungen des weltgrößten Öl-Exporteurs und des weltgrößten Öl-Verbrauchers nicht zustande gekommen, fügten die Insider hinzu.

Kommentare (1)

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k.drummer

15.06.2011, 15:52 Uhr

es ist nur verwunderlich, das vor 10 min bei uns der liter diesel immer noch 1,44 und der liter super 1,55 kostete

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