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04.06.2013

18:19 Uhr

Rohstoffe

Ölpreis kann nicht an Vortag anknüpfen

Enttäuschende Konjunkturdaten aus den USA hatten gestern den Dollar belastet. Das verhalf dem Ölpreis zu Kursgewinnen. Doch am Dienstag geht es für den Brent-Ölpreis nach unten Richtung 100-Dollar-Marke.

Schwache Konjunkturdaten der USA halfen gestern dem Ölpreis. Heute sieht es anders aus. dpa

Schwache Konjunkturdaten der USA halfen gestern dem Ölpreis. Heute sieht es anders aus.

SingapurDie Ölpreise haben am Dienstag deutlich nachgegeben. Händler sprachen von einer üblichen Gegenbewegung. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Juli-Lieferung kostete am Morgen 101,61 US-Dollar und lag damit 0,4 Prozent im Minus. Der Preis für ein Fass der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) sank um 1,1 Prozent auf 92,45 Dollar.
Nach den Gewinnen am Vortag kam es damit zu einem Rücksetzer. Die Abschwächung des Dollar hatte am Montag zu verstärkter Nachfrage nach den in der US-Währung gehandelten Rohstoffen geführt, doch mittlerweile zieht die US-Währung wieder an.

Die wöchentlichen Rohöllagerbestände am Mittwoch könnten nach einer Umfrage von Bloomberg um 650.000 Barrel gesunken sein, nachdem sie den höchsten Stand seit 82 Jahren erreicht hatten. “Die Angebotssituation lastet weiterhin auf dem Markt”, sagte Phil Flynn, Analyst der Price Futures Group in Chicago. “ “Auch der Dollar belastet das Öl. Der Trend weist eher nach unten als nach oben.”

Der Goldpreis verlor am Kassamarkt zuletzt 1,5 Prozent auf 1390,73 Dollar je Unze, nachdem er am Vortag den stärksten Anstieg innerhalb von zwei Wochen verzeichnet hatte. Der hinter den Erwartungen zurückgebliebene Einkaufsmanagerindex für das Verarbeitende Gewerbe der USA hatte am Montag signalisiert, dass die Anleihekäufe durch die US-Notenbank zunächst nicht verringert werden dürften und damit Inflationsgefahren erhalten bleiben.

Derzeit belasten allerdings die anziehenden Notierungen an den Aktienbörsen. “Eine Erholung an den Aktienmärkten ist derzeit negativ für Gold”, sagte Peter Fertig, Leiter von Quantitative Commodity Research Ltd. in Hainburg. Die Anleger hätten Grund dazu, von Gold in Aktien umzuschichten.

Von

dpa

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