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12.01.2011

11:12 Uhr

Rohstoffe

Ölpreis kurz vor der 100-Dollar-Marke

Die Nachfrage nach Öl nimmt zu, gleichzeitig gerät der Nachschub ins Stocken. Störungen der Öl-Förderung einer wichtigen Pipeline in Alaska sowie in Norwegen seien der Grund für die Verteuerung des Rohstoffs, sagen Händler. Der Preis für ein Barrel der Sorte Brent steigt fast bis auf 100 Dollar.

HB FRANKFURT. Spekulationen auf Lieferengpässe haben den Ölpreis für die Nordseesorte Brent am Mittwoch auf den höchsten Stand seit Oktober 2008 getrieben. Ein Fass Brent kostete mit 98,28 Dollar rund 70 Cent mehr als im späten Vortagesgeschäft. Ein Barrel der US-Sorte WTI verteuerte sich um 45 Cent auf 91,56 Dollar.

"Mit der stark wachsenden Nachfrage aus Asien sind Betriebsstörungen wieder ein Thema geworden, um das man sich sorgt", sagte Risikomanager Tony Nunan von Mitsubishi Corp.

Der norwegische Öl- und Gaskonzern Statoil hat wegen ausströmenden Gases zwei Ölfelder in der Nordsee geschlossen. "Wir wissen noch nicht, wann wir den Betrieb wieder aufnehmen", sagte ein Statoil-Sprecher am Dienstag. Er hoffe, die Förderung könne bald beginnen. Laut einer Sprecherin der zuständigen norwegischen Sicherheitsbehörde PSA handelt es sich um ein ziemlich großes Leck. Beide Ölfelder fördern gemeinsam pro Tag 157 000 Barrel (je 159 Liter) Öl.

Bereits am Samstag war die Trans Alaska Pipeline geschlossen worden. Durch sie fließen normalerweise täglich 630 000 Barrel und damit zwölf Prozent der gesamten Fördermenge in den USA. Der Ölpreis hatte nach der Schließung deutlich angezogen, am Dienstag stieg der Preis für die Sorte WTI um 1,6 Prozent auf 90,63 Dollar. Es wird erwartet, dass die Leitung noch in dieser Woche wieder in Betrieb genommen wird.

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