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19.01.2007

18:14 Uhr

Rohstoffe

Ölpreis stabilisiert sich über 50 Dollar

Der Ölpreis hat sich nach seinem scharfen Rückgang am Freitag wieder verteuert und so über der psychologisch wichtigen Marke von 50 Dollar pro Barrel gehalten. Experten führten dies auf die zuletzt gesunkenen Temperaturen im Nordosten der USA zurück, dem dort wichtigsten Markt für Heizöl.

HB LONDON. Leichtes US-Öl zur Lieferung im Februar kostete am frühen Abend 51,28 Dollar, das sind 80 Cent mehr als am Vortag. Nordsee-Öl der Sorte Brent notierte bei 52,78 Dollar, 1,03 Dollar mehr als am Donnerstag. Allerdings könnte es in der nächsten Zeit wieder nach unten gehen, sagte Edward Meir von Man Energy. „Die Bären sollten eindeutig die Überhand behalten.“ Schritt für Schritt werde der Preis für das Barrel (159 Liter) unter 50 Dollar sinken.

Dafür sprechen verschiedene Gründe: Experten verwiesen darauf, dass viele Investoren Verkaufsoptionen im Bereich von 45 und 50 Dollar halten - fällt der Ölpreis darunter, trennen sie sich von ihren Öl-Terminkontrakten. Durch diese Orders wird der Verfall angeheizt. Allerdings haben viele Ölkonzerne bereits begonnen, sich mit Terminkontrakten einzudecken, um sich so vor einem weiteren Preisverfall abzusichern. Zudem dürften langfristig orientierte Investoren, die Rohstoffe in ihren Depots halten, um Schwankungen bei anderen Anlageklassen auszugleichen, ebenfalls zuschlagen.

Die Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) hat ihre Förderung in zwei Schritten um 1,7 Mill. Barrel pro Tag gekürzt, um einen weiteren Verfall des Ölpreises zu verhindern. Allerdings seien diese Schritte nicht vollständig umgesetzt worden, teilte das Ölkartell am Freitag mit. Pro Tag seien im Dezember 26,8 Mill. Barrel gefördert worden, 111 000 weniger als im November, aber immer noch mehr als ursprünglich anvisiert.

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