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27.04.2016

18:48 Uhr

Rohstoffe

Ölpreis steigt über 45 Dollar

Die Ölpreise steigen wieder. Die Nordseesorte Brent kletterte erstmals seit Ende vergangenen Jahres weit über die 45-Dollar-Marke. Grund dafür ist ein unverhoffter Rückgang der US-Reserven und eine Prognose der Weltbank.

US-Rohöl-Bestände sind überraschend zurückgegangen. dpa

Ölpreise

US-Rohöl-Bestände sind überraschend zurückgegangen.

SingapurEin überraschender Rückgang der US-Rohölreserven hat den Preisen für diesen Rohstoff am Mittwoch Rückenwind gegeben. Die richtungsweisende Sorte Brent aus der Nordsee verteuerte sich bis zum Abend auf 46,45 Dollar je Barrel – ein Plus von 1,5 Prozent. Die Texas-Sorte WTI notierte rund ein Prozent höher bei 44,60 US-Dollar je Fass. Zuletzt kostete das Öl Ende vergangenen Jahres so viel.

Die Rohöl-Reserven in den USA gingen nach Angaben des American Petroleum Institute (API) um rund eine Millionen Barrel zurück. Von Reuters befragte Analysten hatten dagegen mit einem Plus von etwa 2,4 Millionen Barrel gerechnet. Börsianer betonten allerdings, dass sich am weltweiten Angebotsüberschuss bislang nichts geändert habe. Außerdem steige wegen der Rally der vergangenen Wochen die Gefahr von Rücksetzern. In den vergangenen drei Wochen hat sich Brent um knapp ein Viertel verteuert.

Marktbeobachter erklärten den Anstieg der Ölpreise auch mit Aussagen der Weltbank. Das Institut hatte die Preisprognose für das laufende Jahr erhöht und einen deutlichen Rückgang der US-Fördermenge in der zweiten Jahreshälfte vorausgesagt. Außerdem hatte das private American Petroleum Institute (API) am Vorabend gemeldet, dass die Ölreserven in den USA in der vergangenen Woche um 1,07 Millionen Barrel gesunken seien. Die US-Regierung wird die offiziellen Lagerdaten am Nachmittag veröffentlichen.

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