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17.07.2013

08:55 Uhr

Rohstoffe

Ölpreis und Gold geben wieder nach

Die Preis für Öl und Gold geben am Mittwoch leicht nach. Dennoch ist das Preisniveau laut Analysten hoch . Höhere Öl-Preise seien nur über einen schwächeren Dollar zu schaffen. Die Kurse für Eisenerz steigen.

Ölförderung in Bahrain. Laut Analysten könnte auch eine Verschärfung der geopolitischen Lage in Nahost zu einer Ölpreissteigerung führen. dapd

Ölförderung in Bahrain. Laut Analysten könnte auch eine Verschärfung der geopolitischen Lage in Nahost zu einer Ölpreissteigerung führen.

FrankfurtDer Ölpreis hat am Mittwoch im beginnenden europäischen Frühhandel leicht nachgegeben. Ein charttechnischer Indikator hatte zuvor beim Preis von West Texas Intermediate WTI ein Signal ausgesandt, nach dem das erreichte Preisniveau nicht nachhaltig sein könnte, wie es im Handel hieß.
Laut dem “Relative Stärke Index” sind die Preise zuletzt zu stark gestiegen. Der Ölpreis sank daraufhin erstmals seit drei Tagen. In den USA waren überdies die Rohöllagerbestände in der abgelaufenen Woche um 2,6 Mio. Barrel geschrumpft, wie es auf Basis von Informationen einer informierten Person aus dem Umfeld des privaten American Petroleum Institute API hieß. Laut einer Bloomberg-Umfrage werden die offiziellen Daten aus Washington einen Abbau von zwei Mio. Barrel ergeben.

„Das derzeitige Preisniveau erscheint angesichts der Fundamentallage von Angebot und Nachfrage hoch”, schrieb Ric Spooner von CMC Markets in Sydney in seiner Einschätzung. Höhere Preise seien von diesem Niveau aus wohl nur über einen wesentlich schwächeren Dollar oder einer Verschärfung der geopolitischen Lage in Nahost zu schaffen.

WTI zur Lieferung im August war zuletzt bei 105,34 Dollar je Barrel 0,6 Prozent leichter, und die Europa-Sorte Brent sank um 0,4 Prozent auf 107,75 Dollar.

Der Goldpreis gab am Kassamarkt 0,3 Prozent nach auf 1288,89 Dollar je Unze. Der Palladiumpreis gab um 0,7 Prozent auf 731,15 Dollar nach. Der Automobilverband ACEA hatte am Vortag berichtet, dass die Autoverkäufe in Europa den tiefsten Juni-Stand seit 1996 erreicht haben. Ein Großteil des Palladiumbedarfs entstammt der Autoherstellung, weil das Metall für den Bau von Abgaskatalysatoren verwendet wird.

Steigende Stahlpreise in China und Verzögerungen bei der Erzförderung im wichtigen Exportland Australien haben die Kurse für Eisenerz am Mittwoch erneut in die Höhe getrieben. An der Börse Singapur verteuerte sich Erz zur Lieferung nach China um 1,7 Prozent und war mit 129 Dollar je Tonne so teuer wie zuletzt Mitte Mai. Der Shanghaier Stahl-Future gewann in der Spitze ein Prozent auf 3705 Yuan (604 Dollar) je Tonne. In Australien behindern heftige Regenfälle den Bergbau.


Kommentare (2)

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17.07.2013, 09:36 Uhr

Schön, daß wir das an der Tankstelle merken!

Die neue Behörde versagt erwartungsgemäß erbärmlich! Die Lobbypolitik der Schwarz-Geld-regierung zeigt wieder ihr Herz für die US-Ölkonzerne.

Warum nicht einfach mal was nachmachen, was sich andernorts bewährt hat.

Account gelöscht!

17.07.2013, 09:43 Uhr

Beide Schlüsselrohstoffe sind komplett manipuliert und kontrolliert. Auf dieser Basis irgendwelche Tagesschwankungen zu melden oder gar noch interpretieren ist ziemlich sinnlos. Aber halt Euer Job - da kann man nichts machen!

Das Öl wird derzeit trotz Konjunktureinbruch weltweit oben gehalten, um diesen zu verschleiern und um die US-Frackingblase/Selbstversorgungsphantasie und die Fassade des dadurch erzeugten US-Aufschwungs aufrechtzuhalten. Der Ölmarkt ist groß, aber hier sind Regierungen am Werk, nicht der Ölhändler von nebenan. Der "schwache" Dollar ist es übrigens in diesem Zeitrahmen nicht - die anderen Rohstoffe fallen im Schnitt, womit wir auch beim fallenden Gold wären.

Gold wird seit Jahrhunderten manipuliert, weil es entweder Geld war oder (immer noch) eine geldnahe Funktion hat. Konkret: es ist die ultimative Fluchtsicherheit wenn die "100%-sicheren" Staatsanleihen der USA kollabieren. Also konkret: um die Zinsen der Staatsanleihen niedrig zu halten, muß der Fluchtweg Gold blockiert werden, so lange es geht.

Manipulationen gehen natürlich immer nur zeitweise gut, bevor der Markt zurückschlägt. Pop-corn kaufen und entspannt abwarten.

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