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26.06.2014

18:41 Uhr

Rohstoffe

Ölpreise fallen wegen Irak-Krise

Aufgrund fehlender Impulse bewegten sich die Ölpreise zunächst nur wenig. Doch nach enttäuschenden US-Konjunkturdaten, die auch die Börsen ins Minus schickten, und Neuigkeiten aus dem Irak fielen die Kurse.

Ein Barrel der Nordseesorte Brent kostet 113,20 US-Dollar. dapd

Ein Barrel der Nordseesorte Brent kostet 113,20 US-Dollar.

SingapurDie Ölpreise haben am Donnerstag nach einer über Stunden stabilen Entwicklung den Rückwärtsgang eingelegt. Konjunkturdaten aus den USA, insbesondere die enttäuschenden Verbraucherausgaben, lösten den schwächeren Trend aus.

Auch Äußerungen des irakischen Ölministers Abdul Karim al- Luaibi vom Vortag, der im kommenden Monat den Export seines Landes deutlich erhöhen will, übten Druck auf den Markt aus. Irakische Truppen hatten einen Angriff auf eine Raffinerie nördlich von Bagdad zuletzt erfolgreich abgewehrt.

Rohöl der US-Sorte WTI war zuletzt bei 105,62 Dollar das Barrel 0,8 Prozent schwächer. Brent wurde zu 113,33 Dollar je Barrel zum Vortag 0,6 Prozent niedriger gehandelt.

„Die Preise fallen, weil die Gewalteskalation im Irak die Ölausfuhren bislang nicht behindert hat“, sagte Analyst Gene McGillian von Tradition Energy in Stamford im US-Bundesstaat Connecticut. Nun könnten die Exporte sogar zunehmen. Der Markt schaue nun auf die weitere Entwicklung und das Vorrücken islamistischer Gruppen, sagte er.

Der Goldpreis war am Kassamarkt bei 1314,09 Dollar je Unze zum Vortag 0,4 Prozent schwächer. Auf diesem Niveau bleibe die physische Nachfrage tendenziell eher aus, und zwar insbesondere aus China, sagte Analyst Victor Thianpiriya von der Australia & New Zealand Banking Group Ltd. in Singapur. Daher sei die Richtung des Goldpreises kaum vorherzusagen.

Für den Artikel wurden Informationen von Bloomberg News verwandt.

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