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28.07.2014

12:34 Uhr

Rohstoffe

Ölpreise geben nach

Die Preise für Öl haben zu Beginn der neuen Handelswoche nachgegeben. Händler sprachen von einem zunächst impulslosen Wochenstart. Trotzdem spielen die Ukraine-Krise und der Nahe Osten eine große Rolle am Rohstoffmarkt.

Die Ölpreise sind wieder gestiegen: Am Montagmorgen kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im September 105,08 US-Dollar. dpa

Die Ölpreise sind wieder gestiegen: Am Montagmorgen kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im September 105,08 US-Dollar.

Frankfurt/London/SingapurTrotz der andauernden Krisen in der Ukraine und im Nahen Osten haben die Ölpreise am Montag nachgegeben. Nordseeöl der Sorte Brent verbilligte sich um 0,9 Prozent auf 107,41 Dollar je Barrel (159 Liter), das waren 49 Cent weniger als am Freitag. US-Leichtöl der Sorte WTI kostete mit 101,39 Dollar 0,7 Prozent weniger. Händler und Broker in London machten ein hohes physisches Angebot an Öl für die Preisentwicklung verantwortlich. Zugleich sei die Nachfrage gering. Daher koste Nordsee-Öl zur sofortigen Lieferung derzeit je Barrel 1,50 Dollar weniger als der Future. Händler sprachen von einem zunächst impulslosen Wochenstart.

Unterstützt wurden die Ölpreise aber von Spekulationen auf einen Versorgungsengpass, der durch die zahlreichen Krisen entstehen könnte. So gab es am Wochenende wieder Kämpfe zwischen ukrainischen Truppen und pro-russischen Einheiten. In Brüssel wird ein Embargo von Technologielieferungen für den Öl-Sektor diskutiert. Vermutlich am Dienstag will die EU erstmals ganze russische Wirtschaftszweige in die Strafmaßnahmen einbeziehen. Zudem wurden am Wochenende aus Libyen wieder heftige Auseinandersetzungen gemeldet. Die Öl-Förderung in dem nordafrikanischen Land war vorige Woche um 20 Prozent gefallen. Der andauernde Gaza-Konflikt schürt in einer vom Öl geprägten Region ebenfalls Kriegsängste.

Angesichts all dieser Konflikte sei die Entspanntheit der Marktteilnehmer erstaunlich, finden die Analysten der Commerzbank. Das könnte zu einem erheblichen Preisanstieg führen, sobald ein Umdenken einsetze. „Angesichts dieser Nachrichtenlage wäre ein Brentölpreis von deutlich über 110 Dollar je Barrel angemessener.“

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