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04.10.2017

12:05 Uhr

Rohstoffe

Ölpreise geben nach

Nach Höhenflügen in der vergangenen Woche, rutschen die Ölpreise nun ab. Das US-Leichtöl WTI stürzte zwischenzeitlich unter die 50-Dollar-Marke. Die Spekulationen auf einen massiven Abbau des Überangebots lassen nach.

Die Preise geben am Mittwoch wegen nachlassender Spekulationen nach. AFP

Rohöl

Die Preise geben am Mittwoch wegen nachlassender Spekulationen nach.

FrankfurtNachlassende Spekulationen auf einen massiven Abbau des Überangebots von Öl haben am Mittwoch die Preise für den Treibstoff gedrückt. Die führende Sorte Brent aus der Nordsee verbilligte sich in der Spitze um ein Prozent auf 55,38 Dollar. US-Leichtöl WTI verlor ebenfalls ein Prozent und rutschte zeitweise sogar unter die 50-Dollar-Marke auf 49,91 Dollar.

Händler verwiesen auf die Schätzungen des US-Branchenverbandes API zu den US-Beständen. Demnach waren die Rohölbestände zwar überraschend gesunken, doch zogen die Benzin-Vorräte sehr viel stärker als erwartet an. Die amtlichen Daten des US-Energieministeriums wurden für den Nachmittag (MESZ) erwartet. „Die Preisreaktion auf die API-Daten deutet auf einen Stimmungswechsel hin und macht einen weiteren Preisrückgang wahrscheinlich“, schrieben die Analysten der Commerzbank. Noch vorige Woche hatte Brent mit deutlich über 59 Dollar ein Zwei-Jahres-Hoch erreicht.

Während in der Opec über eine Verlängerung der noch bis März nächsten Jahres vereinbarten Förderbremse diskutiert wird, hat der wieder höhere Ölpreis die US-Förderung angekurbelt. Nach amtlichen Daten förderten die USA im September mit 9,55 Millionen Barrel täglich (bpd) so viel Öl wie im Juli. Damit liegt die US-Produktion nur knapp unter dem im Juni 2015 mit 9,61 Millionen bpd aufgestellten Rekordhoch. In Moskau sagte der iranische Ölminister Bijan Zanganeh Journalisten, das Kartell wolle alles tun, um die Preise zu stabilisieren. Auch Venezuela fordert eine Verlängerung des Deals oder sogar eine Verschärfung. In Moskau findet ein Energieforum statt. Russland ist kein Mitglied der Opec, beteiligt sich aber an der Förderbremse und will nach Angaben von Außenminister Sergej Lawrow auch weiter mit Saudi-Arabien zusammenarbeiten. In Libyen wurde das wichtige Sharara Ölfeld nach dreitägiger Schließung wieder geöffnet.

Von

rtr

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