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05.06.2013

09:25 Uhr

Rohstoffe

Ölpreise halten sich im Plus

Der Preis für Öl behält seinen Aufwärtstrend bei. Die Lagerbestände sind so niedrig wie seit Dezember nicht mehr. Auch der Preis für Gold steigt und erholt sich damit von Vortagsverlusten.

Ölförderung in USA. Der Preis der amerikanischen Sorte WTI stieg am Mittwoch erneut. dpa

Ölförderung in USA. Der Preis der amerikanischen Sorte WTI stieg am Mittwoch erneut.

SingapurDie Ölpreise haben ihre Gewinne vom Vortag am Mittwoch behauptet. Sinkende Lagerbestände deuten einen steigenden Rohstoffhunger in den USA an. Die US-Sorte WTI zur Lieferung im Juli kostete zuletzt 93,55 Dollar und damit 0,3 Prozent mehr. Die Nordsee- Sorte Brent notierte am Terminmarkt bei 103,21 Dollar praktisch auf Vortagesniveau.

Die US-Lagerbestände an Rohöl sind nach Angaben des Industrieverbands API in der vergangenen Woche um 7,8 Millionen Barrel gesunken. Das war das stärkste Minus seit Dezember. Die wöchentlichen Rohöllagerbestände, die am Nachmittag anstehen, könnten nach einer Umfrage um 800.000 Barrel gesunken sein, nachdem sie zuvor den höchsten Stand seit 82 Jahren erreicht hatten. Für Impulse im weiteren Wochenverlauf könnten die US-Arbeitsmarktdaten am Freitag sowie zahlreiche Konjunkturdaten des rohstoffhungrigen China am Wochenende sorgen.

Der Rückgang der Lagerbestände scheint den Markt gestützt zu haben“, merkte Michael McCarthy, Marktstratege bei CMC Markets in Sydney an. Vor den Daten aus den USA und China erwartet er zunächst keine starken Bewegungen mehr.

Der Goldpreis legte am Kassamarkt zuletzt 0,4 Prozent auf 1404,55 Dollar je Unze zu und erholte sich damit von den Vortagesverlusten. Das Edelmetall reagierte auf die Abgaben an den US-Börsen und den asiatischen Finanzmärkten. „Der Rückgang an den Aktienmärkten scheint Gold zu Auftrieb zu verhelfen“, sagte Huang Fulong, Analyst bei CITICS Futures Co. in Shenzhen.

Die US-Konjunkturdaten am Nachmittag dürften Einfluss auf den Goldpreis nehmen, da sie Hinweise darauf geben könnten, ob die US-Notenbank ihre Anleihekäufe in absehbarer Zeit zurückfahren wird. Die Maßnahmen der Fed gelten als potenzieller Inflationstreiber und damit als günstig für eine Absicherung wie Gold. Neben den ADP-Daten zum US-Arbeitsmarkt stehen die US- Industrieaufträge, der nationale Einkaufsmanagerindex für den Dienstleistungssektor sowie am Abend das Beige Book der US-Notenbank an.

Kommentare (1)

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05.06.2013, 09:30 Uhr

Die Ölpreise werden vermutlich durch die USA künstlich oben gehalten, damit die Schiefergas/-Öl-Förderung nicht unwirtschaftlich wird und billiger als der Weltmarktpreis angeboten werden kann. Daran hängt die Konjunktur-Illusion der USA. Zudem schädigt man ja auch den Rest der Welt durch überhöhte Energiekosten.

Warum die Saudis und Co da notgedrungen (und flugzeugträger-gedrungen) mitspielen und nicht dem Fracking-Boom durch massive Preissenkungen ein Ende bereiten, kann sich wohl jeder selbst überlegen.

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