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19.07.2013

17:26 Uhr

Rohstoffe

Ölpreise halten starke Vortagsgewinne

Robuste Konjunkturzahlen aus den USA und eine möglichst lang anhaltende lockere US-Geldpolitik sorgen für einen Ölpreis auf hohem Niveau über 108 Dollar. Der Edelmetallpreis ist stabil.

Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostet am Morgen 108,78 US-Dollar. dpa

Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostet am Morgen 108,78 US-Dollar.

SingapurDie Hoffnung auf eine möglichst lang anhaltende lockere US-Geldpolitik hat die Preise für Öl und Kupfer am Freitag gestützt. Fed-Chef Ben Bernanke hatte vor dem US-Kongress erklärt, angesichts der niedrigen Inflation und der noch immer hohen Arbeitslosigkeit beabsichtige die Notenbank, auf „absehbare Zeit" an der sehr konjunkturstimulierenden Geldpolitik festzuhalten.

Die Ölpreise haben sich am Freitag auf dem erreichten Niveau zuletzt kaum bewegt. Mit Notierungen oberhalb von 108 Dollar je Barrel wurde der höchste Stand des Ölpreises seit 16 Monaten gehalten. Auffallend war der weiter schrumpfende Preisaufschlag der Sorte Brent zu Rohöl der US- Sorte WTI. Er war so gering wie zuletzt im August 2010 und bewegte sich im Bereich von nur noch wenigen US-Cent.

Als Grund für die robuste Entwicklung galten die sich verdichtenden Anzeichen für eine stabile Konjunkturerholung in den USA. Es hatten am Vortag so wenige Amerikaner wie zuletzt Anfang Mai neu um Arbeitslosenunterstützung nachgesucht. Mit zuletzt nur noch etwa 30 US-Cent Aufschlag deutete die Preisentwicklung von Brent zu WTI auf eine im Vergleich zu Asien und Europa deutlich erhöhte Rohölnachfrage in Nordamerika hin.

„Das Verhältnis von WTI zu Brent kann bereits in der kommenden Woche die Parität erreichen. Viele Leute spekulieren jetzt darauf”, sagte Händler Ken Hasegawa von der Newedge Group in Tokio. Die USA entwickelten sich konjunkturell wesentlich besser als Europa und Asien einschließlich China, sagte er. Das unterstütze WTI fundamental.

WTI zur Lieferung im August war zuletzt bei 108,65 Dollar je Barrel zum Vortag 0,6 Prozent höher, und Brent stieg 0,2 Prozent auf 108,93 Dollar. In der Spitze war die Sorte WTI im Verlauf auf bis zu 109,32 Dollar gestiegen und hatte damit den höchsten Preis seit dem 1. März 2012 markiert.

Auch Edelmetalle blieben zum Wochenschluss gefragt. Der Goldpreis gewann am Kassamarkt 0,8 Prozent auf 1294,00 Dollar je Unze und näherte sich damit einem Dreiwochenhoch. Silber kostete 0,5 Prozent mehr, und Platin verteuerte sich um 1,4 Prozent. Der Dreimonatskontrakt für Kupfer legte 0,4 Prozent zu. „Die Lage der US-Wirtschaft bessert sich, und das stützt den Kupferpreis“, sagte Hiroyuki Kikukawa, General Manager of Research von Nihon Unicom Inc. in Tokio.

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