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15.07.2014

16:20 Uhr

Rohstoffe

Ölpreise knicken ein

Die Ölförderung in Libyen läuft wieder an – das zeigt sich auch im Handel: Die Preise sinken. Doch Experten sehen die Entspannung bei den Beständen nicht als dauerhaft an, die weitere Entwicklung der Preise ist offen.

Die Ölpreise sinken weiter. dpa

Die Ölpreise sinken weiter.

SingapurDas große Öl-Angebot nach der Wiederaufnahme der Förderung in Libyen hat am Dienstag den Preis für Nordseeöl der Sorte Brent belastet. Ein Barrel (159 Liter) zur Lieferung im August verbilligte sich um 1,7 Prozent auf 105,32 Dollar. Damit notierte Brent so niedrig wie seit Anfang April nicht mehr. Die Analysten der Commerzbank vermuten, dass auch die Fälligkeit des August-Kontraktes am Mittwoch nach Handelsschluss eine Rolle spielt. Der September-Kontrakt, dessen Umsatz bereits höher ist, fiel um 1,4 Prozent auf 106,20 Dollar. Nach Angaben der libyschen Regierung ist die Ölförderung des Landes seit dem Wochenende um 25 Prozent auf 588.000 Barrel pro Tag gestiegen. Commerzbank-Analyst Carsten Fritsch erklärte aber, die andauernden Zusammenstöße zwischen rivalisierenden Milizen machten eine weitere Normalisierung unwahrscheinlich.

Auch US-Leichtöl der Sorte WTI fiel um 1,3 Prozent auf 99,60 Dollar und kostete damit so wenig wie zuletzt Anfang Mai.

Von

dpa

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