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30.12.2016

11:54 Uhr

Rohstoffe

Ölpreise legen stark zu

Zum Ende des Jahres gibt es gute Nachrichten für Öl-Investoren: Es geht wieder aufwärts mit den Preisen. Die Sorte Brent hat sich im Vergleich zum Januar preislich sogar mehr als verdoppelt.

Öl-Investoren können sich dieses Jahr freuen. Die Vereinbarung der Opec-Länder und Nicht-Mitglieder treibt den Ölpreis nach oben. dpa

Erdöl

Öl-Investoren können sich dieses Jahr freuen. Die Vereinbarung der Opec-Länder und Nicht-Mitglieder treibt den Ölpreis nach oben.

FrankfurtÖl-Investoren haben 2016 den Joker gezogen: Im zu Ende gehenden Jahr legten die Ölpreise so stark zu wie seit 2009 nicht mehr. Eine Vereinbarung zwischen Opec-Ländern und Nicht-Mitgliedern des Kartells über die Absenkung der Ölproduktion gab den Preisen im November einen kräftigen Schub. Am Freitag verteuerte sich die richtungsweisende Sorte Brent aus der Nordsee um 0,6 Prozent auf 57,17 Dollar je Fass. US-Leichtöl WTI kostete mit 54,04 Dollar ebenfalls ein halbes Prozent mehr. Aufs Jahr gesehen summieren sich die Gewinne bei Brent damit auf 53 Prozent, WTI legte 46 Prozent zu. Im Vergleich zum Tief im Januar hat sich der Brent-Preis sogar mehr als verdoppelt.

Der Plan der Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) sowie nicht dazugehörende Länder wie Russland haben sich bereit erklärt, die tägliche Ölproduktion ab Anfang 2017 um 1,8 Millionen Barrel (159 Liter) zu reduzieren. Damit wollen sie eine seit Jahren herrschende Überkapazität angehen. Den deshalb stark gefallenen Ölpreisen half das zwar auf die Sprünge, Experten sind aber skeptisch, ob dies nachhaltig ist. Viele Analysten rechnen für das erste Halbjahr mit Preisen um 55 Dollar je Fass.

Die größten Erdölproduzenten (2016)

Opec als größter Rohölproduzent

Die Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) stellt mehr als ein Drittel des weltweit produzierten Rohöls bereit. Ihre 14 Mitgliedsstaaten sitzen auf mehr als 70 Prozent aller Ölreserven.

Quelle: dpa

Opec II

Laut einer Analyse des Energiekonzerns BP produzierte die Opec 2014 knapp 37 Millionen Barrel Öl und verwandte Produkte am Tag. Weltweit wurden 89 Millionen Barrel am Tag produziert. Die Größten Ölproduzenten im Überblick:

USA

12 Millionen Barrel

Saudi-Arabien

Zwölf Millionen Barrel

Russland

Elf Millionen Barrel

China

Vier Millionen Barrel

Kanada

Vier Millionen Barrel

Danach werden die Preise der US-Bank Goldman Sachs zufolge aber fallen. Denn geringere Exporte der Opec und Russlands ließen Raum für Konkurrenten wie die US-Schieferölindustrie. Anfang Januar hatten Sorgen vor einer unaufhaltsamen Flut an Öl die Preise für den Rohstoff auf rund 27 Dollar, den tiefsten Stand seit November 2003 gedrückt. Das führte auch zu Verlusten an den Aktienmärkten, weil Investoren eine Abkühlung der Weltwirtschaft befürchteten.

Von

rtr

Kommentare (1)

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Baron v. Fink

30.12.2016, 17:14 Uhr

Was schreibt der Fink seit langem Öl, Gas, Kohle, Lizenzen und Schiffe die das Zeug um die Welt fahren. Reich werden mit den Finken. Fast jeden Tag der Prophet im Handesblatt Ha Ha Ha

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