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04.11.2013

09:30 Uhr

Rohstoffe

Ölpreise leicht im Plus

Weder US- noch Nordseeöl können mit ihren Gewinnen im frühen Handel über die Nachfrageflaute am Ölmarkt hinwegtäuschen. Besonders in Ländern außerhalb des Dollarraums halten sich Großabnehmer zurück.

Ölpumpen auf einem Ölfeld bei Los Angeles: Leichte Gewinne für US-Öl im asiatischen Handel. dpa

Ölpumpen auf einem Ölfeld bei Los Angeles: Leichte Gewinne für US-Öl im asiatischen Handel.

SingapurDer Preis für Rohöl der US-Sorte WTI hat am frühen Montag um den niedrigsten Stand seit mehr als vier Monaten gependelt. Hintergrund sind die hohen Lagerbestände in den Vereinigten Staaten. Zudem baut Libyen die Produktion weiter aus und bereitet die Wiederaufnahme des Betriebs an einem Export-Terminal vor.

Terminkontrakte für WTI-Öl zur Lieferung im Dezember notierten bei 94,84 Dollar je Barrel, nahezu unverändert gegenüber dem Schlussstand vom Freitag. In der vergangenen Woche hatten die Futures 3,3 Prozent eingebüßt, so viel wie seit Juni nicht mehr. Die US-Lagerbestände sind sechs Wochen in Folge gestiegen.

„Auch wenn die Preise bereits ordentlich gefallen sind, besteht weiteres Abwärtsrisiko”, sagt Ric Spooner, leitender Marktanalyst bei CMC Markets in Sydney. „Wenn wir uns die grundlegenden Zahlen für Angebot und Nachfrage ansehen, könnten wir einen Rückgang der Preise unter 90 Dollar je Barrel erwarten.”

Händler machen dafür auch den zuletzt wieder erstarkten Dollar für die deutlichen Preisabschläge verantwortlich. Er verteuert Rohöl in Ländern außerhalb des Dollarraums und bremst so die Nachfrage.

Öl der Worte Brent mit gleicher Lieferzeit kostete mit 106,43 Dollar je Barrel 0,5 Prozent mehr als am Freitag. Auftrieb erhielt der Preis durch einen Index für die chinesische Dienstleistungsbranche, der auf den höchsten Stand in diesem Jahr geklettert war.

Der Preis für Gold fiel den fünften Tag in Folge zurück und steuert damit auf die längste Abwärtsbewegung in drei Monaten zu. Auslöser dafür waren nicht zuletzt US-Daten zum herstellenden Gewerbe, die Spekulationen auslösten, die Federal Reserve könnte mit dem Zurückfahren ihrer Konjunkturmaßnahmen beginnen. Gold zur sofortigen Lieferung verbilligte sich um 0,2 Prozent auf 1313,89 Dollar je Unze. Seit Jahresbeginn hat sich der Preis für das Edelmetall bereits um 21,5 Prozent ermäßigt.

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