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15.01.2010

17:15 Uhr

HB NEW YORK/LONDON/WIEN. Wie steht es um die Konjunktur? Diese Frage bewegt Rohstoff-Spekulanten zum Ende der Woche. Die Ölpreise haben am Freitag nach unter dem Strich gemischt ausgefallenen US-Konjunkturdaten ihre Verluste ausgeweitet. Am späten Nachmittag kostete ein Barrel (159 Liter) der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) zur Auslieferung im Februar 78,51 US-Dollar. Das waren 88 Cent weniger als zum Handelsschluss am Vortag. Ein Fass der Nordseesorte Brent verbilligte sich um 93 Cent auf 77,64 Dollar.

Während in der USA der Empire-State-Index für den Januar überraschend deutlich geklettert war und damit freundlichere Geschäftsaussichten für das Verarbeitende Gewerbe im Bundesstaat New York signalisiert hatte, waren andere Daten nicht so positiv ausgefallen. So hatte sich das von der Uni Michigan erhobene und viel beachtete Konsumklima im laufenden Monat nicht so stark aufgehellt wie von Volkswirten prognostiziert worden war. Die Aussichten auf ein schnelles Wiedererstarken der stark vom Konsum abhängigen US-Wirtschaft erhielten Händlern zufolge damit einen Dämpfer.

Bereits am Donnerstag waren die Ölpreise nach insgesamt negativen Konjunkturdaten aus den USA unter Druck geraten. Rückläufige Einzelhandelsumsätze und gestiegene Arbeitslosenzahlen in den USA hätten die Erwartungen einer Erholung der Ölnachfrage im weltgrößten Ölverbrauchsland gedämpft, schrieb die Commerzbank am Freitag in einem Kommentar. Zudem habe die Internationale Energieagentur (IEA) ihre Prognose für das Wachstum der weltweiten Ölnachfrage im laufenden Jahr leicht gesenkt.

Der Preis für Rohöl der Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) ist unterdessen leicht gestiegen. Nach Berechnungen des Opec-Sekretariats vom Freitag kostete ein Barrel am Donnerstag im Durchschnitt 77,59 US-Dollar. Das waren 44 Cent mehr als am Mittwoch. Die Opec berechnet ihren Korbpreis täglich auf Basis von zwölf wichtigen Sorten des Kartells.

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