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08.09.2011

18:31 Uhr

Rohstoffe

Ölpreise setzen Höhenflug fort

Was knapp ist, ist teuer: Die US-Ölvorräte werden immer kleiner, der Preis steigt weiter. Doch einige Sorgen halten den Ölpreis davon ab, noch schneller zu steigen.

Ein Arbeiter in Venezuela nimmt eine Öl-Probe. Reuters

Ein Arbeiter in Venezuela nimmt eine Öl-Probe.

New York/London/WienDie Ölpreise haben am Donnerstag an den Höhenflug der vergangenen beiden Tage angeknüpft und sind nach einem starken Rückgang der US-Ölreserven leicht gestiegen. Am späten Nachmittag kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Oktober-Lieferung 116,33 US-Dollar. Das waren 53 Cent mehr als am Vortag. Der Preis für ein Fass der US-Sorte WTI (West Texas Intermediate) verteuerte sich um 53 Cent auf 89,87 Dollar.

Mit der Veröffentlichung der neuesten Daten zu den Lagerbeständen an Rohöl in den USA hätten die Ölpreise leicht zulegen können, kommentierten Experten den Handel an den Ölmärkten. In den USA fielen die Ölreserven nach Angaben der Regierung in Washington um 4,0 Millionen Barrel auf 353,1 Millionen Barrel. Experten nannten Produktionsausfälle durch tropische Wirbelstürme in den Fördergebieten vor der Südküste der USA als Ursache für den Rückgang.

Preistreibend seien vor allem die zuletzt freundlichen Aktienmärkte, Wetterrisiken und der Abbau von Lagerbestände an Rohöl in den USA, hieß es in einer Analyse der Commerzbank. Zudem habe sich vor der Südküste der USA ein neuer Tropensturm entwickelt, der zu einem weiteren Ausfall der Produktion im Golf von Mexiko führen könnte. „Bis gestern waren noch immer 37 Prozent der US-Ölproduktion im Golf von Mexiko wegen des letzten Sturms geschlossen.“

Der Preis für Rohöl der Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) legte unterdessen deutlich zu. Nach Berechnungen des Opec-Sekretariats vom Donnerstag kostete ein Barrel (159 Liter) am Mittwoch im Durchschnitt 111,33 US-Dollar. Das waren 3,01 Dollar mehr als am Dienstag. Die Opec berechnet ihren Korbpreis täglich auf Basis von zwölf wichtigen Sorten des Kartells.

Kommentare (1)

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Stellmann

11.09.2011, 21:48 Uhr

Es ist schade das wir uns bei den Preisen der Rohstoffe
nur an Spekulanten der Banken ausrichten müssen.
Arme Oma, wenn Politiker im Monat 27.000.--€ Gehalt bekommen
und Frau v.der Lein sich Gedanken macht 45 Pflichtjahre und
noch Zuzahlungen Privat von 35 Jahren dann mehr Geld.
Liebe Presse, seid Ihr so gekauft, das Ihr das Duldet?

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