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09.10.2013

17:54 Uhr

Rohstoffe

Ölpreise sinken nach unerwartet starken Daten

Der Ölpreis hat dem Druck aus den USA nicht standgehalten und ist gefallen. Auch der Preis für Gold ist gesunken. Grund sind der Stillstand der US-Behörden – und ein erstarkter Dollar.

Ölpumpen auf einem Ölfeld bei Ponca City, USA: Der Ölpreis ist nach positiver Entwicklung gefallen. dpa

Ölpumpen auf einem Ölfeld bei Ponca City, USA: Der Ölpreis ist nach positiver Entwicklung gefallen.

SingapurAm Rohölmarkt haben die Notierungen frühe Verluste am Mittwoch weiter ausgebaut. Der November-Kontrakt für die US-Sorte West Texas Intermediate gab um 1,6 Prozent auf 101,79 Dollar je Barrel nach. Der Kontrakt auf Öl der in Europa gängigen Sorte Brent wurde mit 108,71 Dollar je Barrel 1,3 Prozent niedriger gehandelt.

Die Lagerbestände an Rohöl in den USA waren in der vergangenen Woche um 6,81 Millionen Barrel auf 370,5 Millionen Barrel gestiegen, wie die EIA, der statistische Arm der Energiebehörde, mitteilte. Analysten hatten in einer Umfrage von Bloomberg lediglich mit einem Anstieg um 1,55 Millionen Barrel gerechnet.

Bereits vor Veröffentlichung der Lagerdaten hatten die Ölpreise unter Druck gestanden. Hintergrund war das Scheitern von Verhandlungen in den USA, um den Verwaltungsstillstand in der größten Volkswirtschaft der Welt zu beenden und die Schuldenobergrenze anzuheben.

„Die Bären haben jetzt wieder die Kontrolle übernommen“, sagte Bill Baruch, leitender Marktstratege von Iitrader.com in Chicago. „Das Wachstum dürfte durch das Stillstehen der Regierungsbehörden belastet werden“, was Sorgen um die Nachfrageentwicklung auslöse.

Der Goldpreis sank am Kassamarkt um 1,6 Prozent auf 1298,31 Dollar je Unze. Hintergrund waren ein starker Dollar und sinkende Importe des Edelmetalls in Indien, dem weltgrößten Goldkonsumenten. Der Bloomberg-US-Dollar Index, der die Kursentwicklung gegenüber den zehn größten Handelspartnern misst, stieg auf den höchsten Stand seit einer Woche, was die Nachfrage nach Gold als alternative Anlage verringerte.

„Der Dollar ist heute der Gewinner“, sagte Phil Streible, leitender Rohstoffhändler von R.J. O'Brien & Associates in Chicago. „Die Preise sind unter Druck, weil die physische Nachfrage einen Dämpfer erhalten hat.“

Die indischen Gold- und Silberkäufe kamen im September auf einen Wert von 800 Millionen Dollar, wie das Handelsministerium des Landes am Mittwoch mitteilte. Im Vorjahresmonat hatten sie sich noch auf 4,6 Milliarden Dollar belaufen.

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