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09.09.2014

08:30 Uhr

Rohstoffe

Ölpreise stabilisieren sich etwas

Die Ölpreise haben sich am Dienstag zwar nicht einheitlich entwickelt, dennoch stabil präsentiert. Trotz der weltweiten Krisen notiert Brent auch weiterhin knapp unter 100 Dollar. Ein Barrel kostete 99,99 US-Dollar.

Ein Barrel (159 Liter) Brent zur Lieferung im Dezember kostete am Morgen 97,88 US-Dollar. dpa

Ein Barrel (159 Liter) Brent zur Lieferung im Dezember kostete am Morgen 97,88 US-Dollar.

SingapurDie Ölpreise haben sich am Dienstag nach ihren Vortagesverlusten etwas stabilisiert. Trotz der Krisen im Nahen Osten und in der Ukraine war Brent am Montag erstmals seit Juni 2013 unter die Marke von 100 US-Dollar gefallen. Ein Barrel (159 Liter) Brent zur Lieferung im Oktober kostete am Morgen 99,99 US-Dollar. Das waren 21 Cent weniger als am Montag. Ein Fass Rohöl der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) verteuerte sich dagegen um 24 Cent auf 92,88 Dollar.

Händler verwiesen auf die anstehenden Lagerdaten in den USA im Laufe der Woche als Unterstützung. Der WTI-Preis stieg erstmals wieder seit vier Tagen. Laut Umfragen wird mit einem Rückgang der Vorräte um 1,5 Millionen Barrel gerechnet.

In Rohstoffe investieren: Grundlagen

Natürliche Ressourcen

Rohstoffe sind natürliche Ressourcen. Sie kommen in der Natur vor und wachsen teilweise nach. Beispiele sind Öl, Kohle, Stahl, Gold, Getreide oder Fleisch. Darüber hinaus gibt es neuerdings auch Rohstoffe, die künstlich hergestellt werden. Ein Beispiel ist Plastik.

Marktdaten verfolgen

Reales Angebot und Nachfrage sind die Basis der Rohstoffpreise. Infos zu Lagerbeständen und Bedarf von Industriemetallen kann man direkt beim Londoner Metal Exchange (www.lme.com) verfolgen. Hilfreich für Agrarrohstoffe ist der Wasde-Bericht (World Agricultural Supply and Demand Estimates; www.usda.gov).

Wetterbericht im Auge behalten

Sinkt die Temperatur in Florida – einem der wichtigsten Orangenanbauer der Welt – unter zwei Grad minus, steigt der Preis für Orangensaft. Frost, Dürre, Überschwemmungen – was die Ernte beeinträchtigt, lässt Agrarrohstoffe haussieren. Rohstoffbörsen wie die CME (www.cme.com) bieten detaillierte Wetterprognosen sowie eine Übersicht zu Rohstoffpreisen.

Psychologie zählt

Ölpreis und Metalle ziehen mit der Konjunktur. Bei Problemen in großen Förderländern steigen die Preise in der Regel auch bei flauer Wirtschaft. Bei Gold sind Angstkäufe der wichtigste Preistreiber.

Exoten meiden

Rohstoffmärkte gelten als enge Märkte. Das heißt: Bei Erzeugnissen mit geringem Umsatzvolumen drohen heftige Kursausschläge. Emittenten wälzen das über Kauf-Verkaufs-Spannen auf Anleger ab. Wer sicher anlegen möchte, sollte deshalb lieber auf führende Rohstoffe setzen: Kupfer statt Zink, Baumwolle statt Bauholz.

Kurve beachten

Sind langlaufende Kontrakte teurer als kurze, steigt die Terminkurve (Contango), Zertifikate verlieren an Wert. Sinkt die Terminkurve (Backwardation), gibt es einen Extragewinn.

Banken checken

Rohstoffzertifikate sind Schuldverschreibungen. Geht die ausgebende Bank pleite, ist das Geld futsch. Vor dem Kauf Emittenten checken, etwa deren Kreditausfallprämien. In Deutschland geht das etwa über den Derivateverband (www.derivateverband.de).

Einsatz begrenzen

Einzelne Rohstoffe können sehr volatil sein. Rohstoffe sollten nicht mehr als zehn Prozent eines Depots ausmachen. Neben einzelnen Futures lässt sich auch in passive Portfolios investieren, etwa den S&P GSCI (die Abkürzung steht für Standard & Poors Goldman Sachs Commodity Index) oder den RICI (Rogers International Commodity Index).

Der Goldpreis war am Kassamarkt wenig verändert bei 1255,15 Dollar. Die Aussicht auf höhere US-Zinsen belastete das Edelmetall, hieß es im Handel, und auch der wieder stärkere Dollar laste auf der Goldnachfrage.

„Kurzfristig orientierte Anleger auf der Suche nach Rendite gehen derzeit in Alternativen“, sagte Jonathan Barratt von Ayers Alliance Securities in Sydney. Wer Gold halte, will derzeit heraus, und dieser Trend bestehe bereits seit einiger Zeit.

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