Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

06.03.2013

09:34 Uhr

Rohstoffe

Ölpreise steigen nach Tod von Chávez

Der Tod des venezolanischen Präsidenten hat viele Händler verunsichert. Zu instabil scheint vielen die Lage in dem Erdöl-Land. Der Ölpreis wurde außerdem durch eine geschlossene Bohrinsel belastet.

Förderanlagen für Rohöl in Cabimas. ap

Förderanlagen für Rohöl in Cabimas.

SingapurNach dem Tod des venezolanischen Präsidenten Hugo Chávez sind die Ölpreise leicht gestiegen. In Asien verteuerte sich ein Barrel (159 Liter) der Sorte Light Sweet Crude zur Lieferung im April am Mittwochnachmittag um 26 Cent auf 91,08 Dollar (69,75 Euro). Der Preis für die Nordsee-Sorte Brent stieg um 32 Cent auf 111,93 Dollar (85,71 Euro). Hintergrund des Anstiegs war nach Einschätzung von Analysten die ungewisse Lage nach dem Tod von Chávez, dessen Land nach Angaben der Organisation erdölexportierender Staaten (OPEC) über die weltweit größten nachgewiesenen Ölreserven verfügt.

Die Händler verfolgten die Entwicklungen in Venezuela genau, sagte Analyst Jason Hughes der Nachrichtenagentur AFP in Singapur. „Es besteht die Möglichkeit der Instabilität in dem Land.“ Es gebe eine „Gefahr“, dass die Öllieferungen während des politischen Übergangs nach seinem Tod unterbrochen werden könnten, sagte Analyst Ker Chung Yang.

Das sagen die USA: „Gut, dass wir den Diktator los sind“

Das sagen die USA

„Gut, dass wir den Diktator los sind“

Der Tod Hugo Chávez war in den USA das Thema des Abends. Der venezolanische Präsident war ein scharfer Kritiker Amerikas – entsprechend harsch fielen die Reaktionen aus. Es überwiegt die Hoffnung auf einen Neuanfang.

Nachdem der US-Index Dow Jones am Vortag ein neues Rekordhoch erreicht hatte, zogen im frühen Handel auch die asiatischen Börsen kräftig an. Die gestiegene Risikofreude hob auch die Nachfrage an den Ölmärkten. Weiterhin treibt zudem die Schließung der Cormorant Alpha Platform in der Nordsee den Brent-Preis.

Etwas fester war der Goldpreis, gestützt von einer stärkeren physischen Nachfrage und der Erwartung weiter anhaltender Konjunkturmaßnahmen der Zentralbanken. Für die Unze des Edelmetalls wurden 1577,95 Dollar gezahlt, das sind 0,2 Prozent mehr als am Vortag.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×