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07.10.2016

09:54 Uhr

Rohstoffe

Ölpreise steigen weiter

Gesunkene Lagerbestände in den USA, Verhandlungen über Förderbegrenzungen und ein Hurrikan verschaffen den Ölpreisen weiter Auftrieb. Nach einem Kurssprung am Vortag konnten alle Sorten auch am Freitag leicht zulegen.

Auch am Freitag ist Öl erneut teurer geworden. dpa

Ölpreis

Auch am Freitag ist Öl erneut teurer geworden.

SingapurDie Ölpreise sind am Freitag im frühen Handel nach deutlichen Vortagesgewinnen weiter leicht gestiegen. Am Morgen kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Dezember 52,56 US-Dollar und damit fünf Cent mehr als am Donnerstag. Der Preis für ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) zur Lieferung im November stieg um acht Cent auf 50,51 Dollar.

Am Vortag hatten die Ölpreise deutlichen Auftrieb bekommen. Verantwortlich dafür sind überraschend gesunkene Rohöllagerbestände in den USA laut Daten vom Mittwoch sowie Verhandlungen wichtiger Förderländer über die Umsetzung einer Förderobergrenze und der Wirbelsturm Matthew vor der US-Küste. Alle drei Faktoren könnten auf ein sinkendes Angebot hindeuten.

Kommende Woche werden sich Vertreter von Mitgliedsstaaten des Ölkartells Opec sowie von Russland zu Gesprächen über die Umsetzung einer vereinbarten Förderobergrenze treffen. Experten zweifeln allerdings am Umsetzungswillen der Organisation.

Die größten Erdölproduzenten (2016)

Opec als größter Rohölproduzent

Die Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) stellt mehr als ein Drittel des weltweit produzierten Rohöls bereit. Ihre 14 Mitgliedsstaaten sitzen auf mehr als 70 Prozent aller Ölreserven.

Quelle: dpa

Opec II

Laut einer Analyse des Energiekonzerns BP produzierte die Opec 2014 knapp 37 Millionen Barrel Öl und verwandte Produkte am Tag. Weltweit wurden 89 Millionen Barrel am Tag produziert. Die Größten Ölproduzenten im Überblick:

USA

12 Millionen Barrel

Saudi-Arabien

Zwölf Millionen Barrel

Russland

Elf Millionen Barrel

China

Vier Millionen Barrel

Kanada

Vier Millionen Barrel

Unterdessen nähert sich der tropische Wirbelsturm Matthew den USA. In Haiti hat er bereits mehr als 260 Menschen das Leben gekostet. Experten rechnen mit dem stärksten Sturm in den USA seit dem Jahr 2005. Das könnte auch die Ölproduktion belasten.

Von

dpa

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