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21.03.2013

17:29 Uhr

Rohstoffe

Ölpreise weiten Verluste aus

Für US- und Nordseeöl geht es abwärts. Beide Sorten verlieren im Nachmittagshandel. Einzig Edelmetalle reagieren zunächst verhalten später positiv auf die schwachen Konjunkturdaten aus der Euro-Zone.

Fördertürme für Rohöl in Cabimas, Venezuela. Dem Ölpreis fehlen die Impulse. ap

Fördertürme für Rohöl in Cabimas, Venezuela. Dem Ölpreis fehlen die Impulse.

FrankfurtDie Ölpreise haben am Donnerstagnachmittag ihre Verluste ausgeweitet. Die US-Sorte WTI zur Lieferung im April kostete zuletzt 93,04 Dollar je Barrel und war damit 0,5 Prozent niedriger. Öl der Sorte Brent wurde am Terminmarkt mit 108,22 Dollar je Barrel 0,5 Prozent niedriger gehandelt.

Damit belasteten die schwachen Einkaufsmanagerindizes der Eurozone und besonders aus Deutschland den Markt. “Die deutschen Daten sind eindeutig negativ für den Ölmarkt”, sagte Addison Armstrong, Leiter des Research bei Tradition Energy in Stamford. “Wenn die Deutschen nichts produzieren, woher soll denn dann die europäische Nachfrage kommen?”

Die Edelmetalle zogen nach anfangs verhaltener Tendenz wieder an. Die Feinunze Gold, die am Vortag nachgegeben hatte, legte 0,4 Prozent auf 1.613,34 Dollar zu. Silber lag mit 29,19 Dollar 1,3 Prozent im Plus.

Damit reagierte Gold, das zur Risikoabsicherung genutzt wird, auf die enttäuschenden europäischen Konjunkturdaten. Seit den Tiefs deutlich unter 1.600 Dollar Ende Februar und Anfang März befindet sich das Edelmetall wieder im Aufwind.

Gold hatte stark verloren, nachdem Spekulationen aufgekommen waren, die US-Notenbank könnte ihre Stimuli zurückfahren. Fed-Chef Ben S. Bernanke hatte am Mittwochabend jedoch betont, mit den Anleihekäufen fortzufahren, bis die US- Arbeitslosenrate weiter gesunken ist.

Kommentare (1)

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getaeuschter_Verbraucher

21.03.2013, 09:32 Uhr

Einmal mehr stelle ich mir die Frage: Warum steigt dann der Spritpreis? Im Regelfall sind es doch genau die entgegengesetzten Entwicklungen, also ein steigender Ölpreis, mit denen die Ölmultis Preiserhöhungen rechtfertigen. Ach ja, ich vergaß: Ostern steht vor der Tür, weshalb man von steigender Nachfrage ausgeht...und die regelt den Preis. Pikant: Ostern ist zwar erst in der nächsten Woche, weshalb man schon jetzt vorsorglich die Preise mal im Schnitt um 5,5 Cent pro Liter erhöht hat (Quelle: ADAC), aber bis dahin kann man ja noch zusätzlich nachlegen. Wo bitte bleibt da der Verbraucherschutz?

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