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10.04.2015

17:18 Uhr

Rohstoffe

Ölpreise ziehen an

Am Mittwoch waren die Ölpreise noch stark gesunken, heute geht es in die andere Richtung. Zum Wochenschluss steigen die püreise auf dem Ölmarkt. Ein Grund: Die Diskussionen um die Sanktionen gegen den Iran.

Nach einer turbulenten Woche blieb der Ölpreis am Freitag nahezu konstant. dpa

Ölpumpen

Nach einer turbulenten Woche blieb der Ölpreis am Freitag nahezu konstant.

SingapurDie Diskussionen über die Iran-Sanktionen haben die Ölpreise am Freitag angetrieben. Das Nordseeöl Brent verteuerte sich in der Spitze um 2,3 Prozent auf 57,86 Dollar je Barrel (159 Liter). Der Preis für das US-Öl WTI stieg um bis zu 1,5 Prozent auf 51,56 Dollar. Zuletzt hatte das erwartete Ende der westlichen Sanktionen gegen den Iran den Ölpreis gedrückt, da dies das bestehende Überangebot an Öl vergrößern könnte. Händler halten eine schnelle Einigung mit dem Iran inzwischen für weniger wahrscheinlich.

Die Bundesregierung bremste zuletzt Forderungen der Wirtschaft und des Irans nach einer zügigen Aufhebung der westlichen Sanktionen gegen die islamische Republik. Vergangene Woche hatten sich die fünf UN-Vetomächte und Deutschland mit Teheran auf Grundzüge eines Atomabkommens geeinigt.

Umfassende Kontrollen der IAEA sollen sicherstellen, dass die Nutzung der Atomenergie durch den Iran dort nicht zum Bau von Atombomben führt. Nach Abschluss des Abkommens ist eine schrittweise Aufhebung der Sanktionen geplant. Am Donnerstag hatte das geistliche Oberhaupt des Irans, Ajatollah Ali Chamenei, aber ein sofortiges Ende der Sanktionen nach der Unterzeichnung des Abkommens gefordert.

Welche Staaten über die größten Ölressourcen verfügen

Venezuela

konventionell: 3 Milliarden Tonnen
nicht-konventionell: 62,3 Milliarden Tonnen

Kanada

konventionell: 3,5 Milliarden Tonnen
nicht-konventionell: 51,2 Milliarden Tonnen

Russland

konventionell: 20 Milliarden Tonnen
nicht-konventionell: 14,8 Milliarden Tonnen

USA

konventionell: 15,7 Milliarden Tonnen
nicht-konventionell: 8,8 Milliarden Tonnen

China

konventionell: 16,2 Milliarden Tonnen
nicht-konventionell: 4,5 Milliarden Tonnen

Brasilien

konventionell: 13 Milliarden Tonnen
nicht-konventionell: 0,7 Milliarden Tonnen

Saudi Arabien

konventionell: 11,8 Milliarden Tonnen
nicht-konventionell: -

Kasachstan

konventionell: 4 Milliarden Tonnen
nicht-konventionell: 6,7 Milliarden Tonnen

Iran

konventionell: 7,2 Milliarden Tonnen
nicht-konventionell: -

Irak

konventionell: 6,1 Milliarden Tonnen
nicht-konventionell: -

Erläuterung

Die Auflistung zeigt die Top 10 Länder mit den größten konventionellen und nicht-konventionellen (Ölsand, Schwerstöl oder Schieferöl) Erdölressourcen im Jahr 2012. Erdölressourcen sind nachgewiesene, aber derzeit technisch und/oder wirtschaftlich nicht gewinnbare sowie nicht nachgewiesene, aber geologisch mögliche, künftig gewinnbare Energierohstoffmengen.

Quelle: BGR Energiestudie 2013

„Die USA und die EU dürften der Forderung Khameneis kaum nachkommen, sondern eine graduelle Lockerung der Sanktionen befürworten“, hieß es bei der Commerzbank. Von daher sei es wieder fraglich, ob es Mitte des Jahres zu einer endgültigen Lösung im Atomstreit und einer Lockerung der Sanktionen noch in diesem Jahr kommen werde.

Von

dpa

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