Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

03.02.2012

14:49 Uhr

Rohstoffe

Ölpreise ziehen immer stärker an

Investoren am Ölmarkt reagieren mit Unbehagen auf die Spannungen zwischen dem Westen und dem Iran. Die Nordseesorte Brent verteuerte sich um 50 Cent. Der Preis für das US-Öl WTI stieg pro Barrel um 31 Cent.

Ölpumpen auf einem Ölfeld bei Taft in Kalifornien. dpa

Ölpumpen auf einem Ölfeld bei Taft in Kalifornien.

FrankfurtInvestoren am Ölmarkt reagieren mit zunehmendem Unbehagen auf die Spannungen zwischen dem Westen und dem Iran. Der Preis für ein Fass Brent-Öl stieg am Freitag um rund 50 Cent auf 112,55 Dollar, was Händler mit einer wachsenden Angst vor Unterbrechungen in der Ölversorgung begründeten. Der Ölpreis legt inzwischen seit vier Tagen in Folge zu.

Das geistliche Oberhaupt der islamischen Republik, Ajatollah Ali Chamenei, drohte am Freitag mit Vergeltung für die Sanktionen der USA und der EU gegen die iranischen Ölexporte. „Wir haben unsere eigenen Drohungen, die wir zu gegebener Zeit umsetzen können“, sagte Chamenei. Investoren fürchten vor allem eine Schließung der Straße von Hormus.

Amerikanisches West Texas Intermediate-Öl (WTI) verbilligte sich dagegen weiter. Das Fass kostete 96, 05 Dollar und damit 31 Cent weniger als im späten Vortagesgeschäft. „Die Verdopplung der Preisdifferenz zwischen den beiden Ölsorten auf 16 Dollar je Barrel seit Jahresbeginn ist größtenteils auf die Risikoprämie zurückzuführen, welche den Brentpreis erhöht“, hieß es in einem Kommentar der Commerzbank. Die Preisentwicklung bei WTI gebe einen guten Fingerzeig darauf, wo der Brentpreis ohne die geopolitischen Risiken notieren würde. „Denn ein Überangebot existiert auch global.“ Der Kupferpreis hielt sich kaum verändert um 8350 Dollar je Tonne. Gold kostete 1754 Dollar je Feinunze und damit fünf Dollar weniger als im späten Vortagesgeschäft.

Von

rtr

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×