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29.01.2013

14:38 Uhr

Rohstoffe

Preise kommen kaum vom Fleck

Die Rohstoffpreise treten auf der Stelle. Bevor sie handeln, warten Anleger lieber die kommenden US-Konjunkturdaten ab. Die Ölpreise kamen kaum vom Fleck, während der Goldpreis zulegen konnte.

Tresorraum eines Goldhändlers. Der Goldpreis legt zu. dpa

Tresorraum eines Goldhändlers. Der Goldpreis legt zu.

FrankfurtDie Rohstoffpreise haben sich am Dienstagmittag kaum bewegt. Händler erklärten, viele Anleger wollten einfach die nächsten US-Konjunkturdaten abwarten, ehe sie sich neu positionierten. Insgesamt überwiege der Optimismus. Doch stünden in der laufenden Woche neben der zweitätigen Zinssitzung der US-Notenbank Fed eine ganze Reihe von entscheidenden Daten an, darunter am Mittwoch die erste Schätzung zum US-Bruttoinlandsprodukt und am Freitag die US-Arbeitsmarktdaten für Januar.

Von der Fed, die ihre Entscheidung am Mittwochabend bekanntgibt, wurden keine Zinsänderungen erwartet. Doch dürfte der Kommentar der Notenbanker genau analysiert werden. Kupfer kostete mit 8056 Dollar je Tonne in etwa so viel wie am Vorabend. Blei - es wird vor allem für den Bau von Batterien benötigt - verteuerte sich um 0,6 Prozent auf 2391 Dollar je Tonne.

Was Sie über Gold wissen sollten

Was ist Gold?

Gold ist ein seltenes Metall mit einem Schmelzpunkt von 1064 Grad Celsius. Der Siedepunkt liegt bei 2856 Grad. Die chemische Abkürzung für Gold ist „Au“ und stammt vom lateinischen Wort „Aurum“ ab. Es hat mehrere Eigenschaften, die es für die Menschheit über die Jahre nützlich gemacht hat. Gold leitet extrem gut. Außerdem reagiert es nicht mit Wasser oder Sauerstoff.

Wie viel Gold wurde in der Geschichte gefördert?

Nach Schätzungen wurden in der gesamten Menschheitsgeschichte bis heute um die 166.600 Tonnen Gold aus Minen geholt. Ein Großteil davon – etwa zwei Drittel – seit 1950.

Wie viel Gold gibt es noch auf der Erde?

Die letzten Zahlen der US Geological Society gingen im Januar 2011 von weltweit 51.000 Tonnen aus.

Wie viel Gold wird pro Jahr abgebaut?

In den vergangenen Jahren waren es etwa 2.500 Tonnen pro Jahr.

Wo wird weltweit am meisten Gold abgebaut?

Überall auf der Welt wird Gold gewonnen. Aber beinahe ein Drittel des Goldes wird in nur drei Ländern abgebaut. An der Spitze liegt China mit 13,1 Prozent, darauf folgen die USA und Australien mit jeweils 9,1 Prozent.

Was passiert mit dem Gold?

29 Prozent des abgebauten Goldes kommt im Investmentbereich zum Einsatz, also in Form von Münzen und Barren. Aus 59 Prozent wird Schmuck gemacht. 12 Prozent wird von der Industrie verarbeitet.

Wo sind die größten Absatzmärkte für Gold?

Mit 1059 Tonnen ist Indien der mit Abstand größte Absatzmarkt für physisches Gold (Münzen, Barren, Schmuck). Dahinter liegt China mit 770 Tonnen. Im Vergleich dazu abgeschlagen sind die USA mit 213 Tonnen und Deutschland mit 154 Tonnen.

Quelle: World Gold Council

Wer sind die größten Goldbesitzer?

Größte Goldbesitzer sind die Notenbanken. Die Vereinigten Staaten sitzen auf rund 8.100 Tonnen, gefolgt von Deutschland mit 3.400 Tonnen und dem Internationalen Währungsfonds mit 2.800 Tonnen. Die Notenbanken waren über Jahre Netto-Verkäufer. Seit dem vergangenen Jahr sind sie jedoch wieder Netto-Käufer. Das Interesse kommt vor allem aus den Schwellenländern.

Der Goldpreis stieg um 0,4 Prozent auf 1662,26 Dollar je Feinunze, Platin kostete mit 1663 Dollar etwa genau so viel. Silber notierte bei 31,01 Dollar je Feinunze 0,6 Prozent höher. Händler sprachen von günstigen Einstiegspreisen, nachdem die Notierungen zuletzt meist nachgegeben hatten. Auch die Ölpreise kamen kaum vom Fleck. Ein Fass (159 Liter) Nordseeöl der Sorte Brent notierte mit 113,17 Dollar und US-Leichtöl der Sorte WTI mit 96,42 Dollar kaum verändert.

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