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02.04.2016

16:46 Uhr

Rohstoffe

Russland produziert im März so viel Öl wie seit 1987 nicht mehr

Russland hat im März so viel Öl gefördert wie seit fast 30 Jahren nicht mehr. Trotz des Ölpreisverfalls schraubte das Land seine Produktion auf durchschnittlich 10,91 Millionen Barrel pro Tag hoch.

Ölförderung im russischen Priobskoe. dpa

Ölförderung in Russland

Ölförderung im russischen Priobskoe.

MoskauIm März hat Russland so viel Öl gefördert wie seit 1987 nicht mehr. Trotz des Ölpreisverfalls und kurz vor einem Treffen von Ölproduzenten über das Einfrieren der Fördermengen schraubte das Land seine Produktion auf durchschnittlich 10,91 Millionen Barrel (ein Fass sind 159 Liter) pro Tag hoch.

Die am Samstag vom Energieministerium veröffentlichten Daten schüren Experten zufolge jedoch Zweifel, ob Russland sein Versprechen, die Förderung auf dem Niveau vom Januar einzufrieren, auch halten kann. Es hatte sich im Grundsatz mit Saudi-Arabien, Katar und Venezuela darauf geeinigt. Bedingung ist allerdings, dass andere Produzenten mitziehen. Am 17. April wollen Opec- und Nicht-Opec-Länder in Doha über Details dazu beraten.

Hintergrund ist der Ölpreisverfall, der vor allem auf das riesige Überangebot zurückgeht und stabilisiert werden soll. Die russische Wirtschaft ist jedoch stark vom Öl abhängig. Rosneft, der größte Ölkonzern des Landes, hat bereits erklärt, seine Produktion stabil halten zu wollen.

Die Daten des Energieministeriums zeigen, dass der Anstieg im März in Summe auf die kleineren Produzenten und auf Gemeinschaftsunternehmen mit ausländischen Konzernen zurückgeht. Eine ähnlich hohe Produktion hat es zuletzt 1987 gegeben als pro Tag 11,47 Millionen Barrel hochgepumpt wurden.

Von

rtr

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