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12.09.2013

16:44 Uhr

Rohstoffe

Schwere Rückschläge für Edelmetalle, Öl steigt

Während die Edelmetalle deutlich fallen, steigt der Ölpreis. Besonders Gold hat es schwer getroffen: Es war der schwerste Rückschlag seit neun Wochen. Für Spekulationen sorgen die starken US-Arbeitsmarktdaten.

Während Gold, Silber und Platin erheblich fallen, steigt der Ölpreis. dpa

Während Gold, Silber und Platin erheblich fallen, steigt der Ölpreis.

Die Ölpreise haben erneut zugelegt. WTI zur Lieferung im Oktober stieg in der Spitze um 1,1 Prozent und war zuletzt bei 108,15 Dollar je Barrel um 0,5 Prozent fester. Brent stieg 0,6 Prozent auf 112,16 Dollar je Barrel.

Zuvor hatte der saudische Ölminister Ali Al-Naimi erklärt, das Land werde einen möglicherweise wegen der geopolitischen Lage erhöhten Bedarf am Markt abdecken. Die Lage hatte sich bereits zur Wochenmitte etwas entspannt, denn das Regime in Damaskus hatte zugesagt, die syrischen Chemiewaffen einer russischen Initiative gemäß kurzfristig unter internationale Kontrolle zu bringen.

Die USA stoppten daraufhin zunächst ihre Vorbereitungen für einen Militärschlag gegen Syrien. Am Abend treffen sich in Genf die Außenminister der USA und Russlands zu Gesprächen. Dabei wird es um die konkreten Schritte zur Übereignung der syrischen Chemiewaffen gehen.

"Es handelt sich derzeit wieder um einen guten Einstiegszeitpunkt für Long-Positionen bei Rohöl, denn die Krise um Syrien ist noch weit von einer Lösung entfernt", sagte der Rohstoffstratege Harry Tchilinguirian von BNP Paribas in London. Möglicherweise werde derzeit gerade eine kaum vermeidbare Re-Eskalation nur aufgeschoben.

Dagegen sprächen allerdings die auffallenden Preisrückgänge bei Edelmetallen. So war Gold war am Kassamarkt bei 1327,22 Dollar je Unze 2,8 Prozent billiger. Es waren die schwersten Preisrückschläge bei Gold seit neun Wochen. Silber sank um 4,3 Prozent und Platin am Kassamarkt um 1,9 Prozent.

Am Markt wurde insbesondere nach den starken Arbeitsmarktdaten am Nachmitttag aus den USA spekuliert, dass die Fed sich kommende Woche für eine Drosselung der geldpolitischen Stimuli aussprechen wird.

Kommentare (2)

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puenktli

12.09.2013, 18:11 Uhr

Jaja, diese Nebelkerzen rund um Gold. X mal totgesagt, und plötzlich die wundersame Wendung. Für mich ist klar: Manipulation vor der Stunde X.

Zahlmeister

12.09.2013, 19:02 Uhr

Die Leichen werden am Ende der Schlacht gezählt.

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