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15.01.2009

08:19 Uhr

Rohstoffe

Sorgen um Nachfrageschwäche belasten Ölpreise

Die Ölpreise sind am Donnerstag im frühen Handel gefallen. Ein Barrel (159 Liter) der US-Referenzsorte West Texas Intermediate (WTI) zur Auslieferung im Februar kostete 36,37 US-Dollar, das sind 91 Cent weniger als zum Handelsschluss am Vortag.

HB SINGAPUR/NEW YORK. Angesichts negativer Konjunkturdaten aus den Industrienationen verwiesen Experten auf wieder dominierende Ängste: Geht es der US-Wirtschaft schlecht, dürften weniger Rohstoffe gebraucht werden, die Preise dürften dann sinken, schlussfolgerten die Investoren. In den USA waren die Einzelhandelsumsätze im Dezember stärker als befürchtet zurückgegangen. In Deutschland hat sich das Wirtschaftswachstum im vergangenen Jahr stärker verlangsamt als erwartet und Volkswirte rechnen in diesem Jahr mit einem tieferen Abrutschen in die Rezession.

Der Preis für ein Barrel der Nordseesorte Brent zur Auslieferung im Februar fiel um 73 Cent auf 44,35 Dollar.

In den USA sind, wie am Mittwoch gemeldet wurde, die Lagervorräte an Benzin und Destillaten stärker gestiegen als erwartet. So nahmen in der Woche zum 9. Januar die Benzin-Bestände um 2,07 Millionen Barrel zu. Bei den Destillaten zogen die Lagervorräte um 6,35 Millionen Barrel an. Auf den Preis drückte zudem die Sorge, dass die Nachfrage wegen der Rezession in den USA, Europa und Japan sinkt. Das US-Energieministerium rechnet für dieses Jahr im Schnitt mit einer weltweiten Ölnachfrage von 85,1 Millionen Barrel pro Tag, 810.000 Barrel weniger als 2008. Mit leichten Abschlägen hatte der Ölpreis an der Nymex gestern auf die wöchentlichen Daten reagiert, nachdem er zunächst noch deutlich tiefer gefallen war.

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