Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

22.10.2013

18:07 Uhr

Rohstoffe

Streit zwischen USA und Saudi-Arabien treibt Ölpreise

Wegen einer möglichen Verschlechterung der Beziehung zwischen USA und Saudi-Arabien ist der Ölpreis nach oben getrieben. Saudi-Arabien ist der wichtigste Ölproduzent im Nahen Osten.

Die Ölpreise steigen am Markt. dpa

Die Ölpreise steigen am Markt.

New York/LondonEine mögliche Verschlechterung der Beziehungen zwischen den USA und Saudi-Arabien hat am Dienstag die Ölpreise nach oben getrieben. Ein Fass (159 Liter) Nordseeöl der Sorte Brent verteuerte sich um bis zu 1,2 Prozent auf 110,94 Dollar, US-Leichtöl der Sorte WTI kostete mit 99,77 Dollar 0,6 Prozent mehr. Saudi-Arabien ist der wichtigste Ölproduzent im Nahen Osten und fördert täglich zehn Millionen Barrel Öl. Das Land hat zudem zuletzt entscheidend dazu beigetragen, die Preise einigermaßen stabil zu halten. Nun werden mit der saudiarabischen Politik vertraute Kreise mit der Aussage zitiert, die Regierung in Riad wolle aus Protest gegen die Politik der USA im Nahen Osten auf Distanz zu seinem traditionellen Verbündeten gehen.

In den USA hatte am Montagnachmittag das Energieministerium (EIA) die Bestandsdaten für die Woche zum 11. Oktober nachgereicht, deren Veröffentlichung wegen der inzwischen beendeten Schließung der US-Bundesbehörden im Zuge des Haushaltsstreits vorige Woche ausgefallen war. Danach waren in den USA die Bestände um vier Millionen Barrel gestiegen - verglichen mit einer Prognose von plus 2,2 Millionen Fässern. „Dies war der vierte Wochenanstieg in Folge”, stellten die Analysten der Commerzbank fest. „Während dieser Zeit legten die Rohölvorräte um 18,9 Millionen Barrel zu. Damit wurde gut die Hälfte des Lagerabbaus der Sommermonate wieder rückgängig gemacht.”

Der Lageraufbau sei auf eine weiterhin gedämpfte Rohölverarbeitung zurückzuführen, da die US-Raffinerien derzeit Wartungsarbeiten durchführten, erklärten die Experten weiter. Allerdings werde der US-Ölpreis voraussichtlich nicht weiter sinken, fügte Commerzbank-Analyst Carsten Fritsch hinzu. Der Abstand zum Preis für Brent dürfte bald wieder bei fünf bis sechs Dollar liegen.

Von

dpa

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×