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21.05.2014

12:30 Uhr

Rohstoffe

Ukraine-Krise stützt Ölpreis

Die weiter angespannte Lage in der Ukraine stützt den Ölpreis. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Juli wurde mit 109,82 US-Dollar gehandelt. Das waren 13 Cent mehr als am Vortag.

In Reih und Glied: Dieses Verteilerkreuz für Rohöl birgt wahre Schätze. dpa

In Reih und Glied: Dieses Verteilerkreuz für Rohöl birgt wahre Schätze.

Singapur
Die Ölpreise sind am Mittwoch im frühen Handel gestiegen. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Juli wurde mit 109,82 US-Dollar gehandelt. Das waren 13 Cent mehr als am Vortag. Der Preis für ein Barrel der US-Sorte WTI zur Auslieferung im Juni kletterte um 57 Cent auf 102,90 Dollar. Der überraschende Rückgang der US-Lagerbestände und libysche Exportausfälle haben den Preis für Rohöl am Mittwoch erneut in die Höhe getrieben. Die Nordsee-Sorte Brent verteuerte sich um 0,3 Prozent auf 110,04 Dollar.

Die Ölpreise blieben angesichts der angespannten Lage in der Ukraine weiter unterstützt, sagten Händler. Nach zwei weitgehend ergebnislosen Runden sollen die Gespräche zur Lösung der Krise am Mittwoch im Süden des Landes fortgesetzt werden.

Am Nachmittag könnten noch die Zahlen des US-Energieministeriums zu den Rohöl-Lagerbeständen den Markt bewegen. Der vom American Petroleum Institute veröffentlichte Rückgang der Ölreserven um 10,3 Millionen Barrel sei wahrscheinlich ein Ausrutscher, sagte Ölhändler Tony Machacek vom Brokerhaus Jefferies Bache. „Ich bezweifle, dass er längerfristig Einfluss auf den Markt haben wird.“ Unterdessen gingen in Libyen die Kämpfe weiter. Dort ringen Milizen seit Monaten um die Macht. Am Sonntag hatten bewaffnete Anhänger des abtrünnigen Ex-Generals Chalifa Kassim Haftar das libysche Parlament angegriffen. Aktuell exportiert das Opec-Mitglied 210.000 Barrel Rohöl täglich. Vor dem Sturz des damaligen Machthabers Muammar Gaddafi 2011 waren es 1,6 Millionen Barrel pro Tag. Nachfolgend die vom American Petroleum Institute (API) ermittelten US-Öllagerbestände vom Dienstag.

Von

dpa

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