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14.04.2014

10:31 Uhr

Rohstoffe

Ukraine-Krise treibt Goldpreis auf Drei-Wochen-Hoch

Die Preise für Gold, Palladium und Öl steigen. Grund sind Sorgen vor Versorgungsengpässen, geschürt durch die Lage in der Ost-Ukraine. Der Goldpreis steigt auf den höchsten Stand seit drei Wochen.

Neben der Lage in der Ukraine sind auch die schwachen Aktienmärkte Preistreiber am Goldmarkt. dpa

Neben der Lage in der Ukraine sind auch die schwachen Aktienmärkte Preistreiber am Goldmarkt.

Frankfurt/MainDie Preise für Öl und Gold haben am frühen Montag zugelegt und Palladium kletterte auf den höchsten Stand seit 2011. Hintergrund ist die Eskalation der Gewalt in der Ostukraine, wegen der eine Dringlichkeitssitzung des Sicherheitsrates der Vereinten Nationen einberufen wurde. Die USA und Russland gaben sich gegenseitig die Schuld für die Entwicklung, die mindestens ein Todesopfer auf Seiten der ukrainischen Armee forderte.

Am Montag stieg der Goldpreis nach einer gefährlichen Zuspitzung in der Ostukraine auf den höchsten Stand seit drei Wochen. Im Vergleich zum Freitag kletterte der Preis pro Feinunze (etwa 31,1 Gramm) um fast zehn Dollar bis auf 1329,57 US-Dollar. Seit Beginn des Jahres hat der Goldpreis um mehr als zehn Prozent zugelegt.

Die Sorge vor einer neuen Eskalation in der Ukraine ist derzeit die treibende Kraft beim Goldpreis, sagte ein australischer Rohstoffexperte. Zuletzt hatten prorussische Separatisten am Morgen ein Ultimatum der Regierung in Kiew verstreichen lassen, ohne zuvor besetzte Verwaltungsgebäude zu räumen. Rohstoffexperten der Commerzbank sehen aber auch die schwachen Aktienmärkte als Preistreiber am Goldmarkt. Zudem stütze die Aussicht auf eine längere Phase mit extrem niedrigen Zinsen in den USA den Goldpreis.

Der Preis für Rohöl der US-Sorte WTI stieg um 0,5 Prozent auf 104,24 Dollar je Barrel, während sich die europäische Sorte Brent um 0,6 Prozent auf 107,99 Dollar verteuerte. Russland ist der weltgrößte Energieexporteur. Ein Stopp der Öl- und Erdgaslieferungen durch die Ukraine „könnte gewaltige Auswirkungen haben“, sagte Ed Morse, der Leiter Rohstoffanalyse bei Citigroup Inc. Sollte die russische Energiebranche mit Sanktionen belegt werden, könnte dies die Preise „viel höher ausschlagen“ lassen, erklärte er am Montag.

Gold verteuerte sich um 0,8 Prozent auf 1328,66 Dollar je Unze, während Palladium bis auf 815,10 Dollar je Unze kletterte, den höchsten Stand seit August 2011. Russland ist der weltgrößte Palladium-Produzent. Auch andere Edelmetalle wie Platin und Silber zogen an. Dahinter stand nicht zuletzt die höhere Nachfrage nach sicheren Anlagen.

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