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05.09.2016

14:05 Uhr

Rohstoffe

Verwirrung um russisch-saudischen Öl-Deal

Im Rahmen des G20-Gipfels kündigten Saudi Arabien und Russland eine Arbeitsgruppe an, um die Volatilität an den Ölmärkten zu minimieren. Doch genau dafür haben beide Länder heute gesorgt. Der Ölpreis springt hin und her.

Im Rahmen des G20-Gipfels haben sich die beiden Energieminister auf eine Arbeitsgruppe verständigt, um die Ölpreise zu stützen. Auf konkrete Förderbegrenzungen habe sie sich nicht geeinigt. www.minenergo.gov.ru

Russischer und saudi-arabischer Ölminister

Im Rahmen des G20-Gipfels haben sich die beiden Energieminister auf eine Arbeitsgruppe verständigt, um die Ölpreise zu stützen. Auf konkrete Förderbegrenzungen habe sie sich nicht geeinigt.

HangzhouMan wolle öfter mit Russland über die Entwicklungen an den Ölmärkten sprechen. Saudi-Arabien plane daher eine Arbeitsgruppe mit Russland. Die Vertreter der Gruppe wollen über eine mögliche Förderbegrenzung diskutieren, um die Preissprünge an den Märkten zu verringern. Eine konkrete Zusage die Fördervolumen zu verkleinern gaben allerdings weder Saudi Arabien noch Russland ab.

Das also war die „bedeutende Bekanntgabe“ im Rahmen des G20-Gipfels, die der saudische Energieminister Khalid al Falih am Vormittag (MEZ) ankündigte. Für einige Investoren eine Enttäuschung. Und anstatt für eine Minimierung der Preissprünge zu sorgen, hat die Ankündigung Russlands und Saudi Arabiens heute genau dafür gesorgt.

Der Preis für ein Barrel Rohöl der Nordseesorte Brent, der vor der Bekanntgabe über fünf Prozent im Plus lag, verlor im Anschluss an Fahrt. Zuletzt lag der Preis nur noch knapp 1,3 Prozent höher bei 47,44 Dollar. Der Preis des US-Leichtöls WTI stieg zuletzt, statt um knapp fünf, nur noch noch um 1,6 Prozent auf 45,13 Dollar. Gedämpft wurde der Anstieg auch durch Äußerungen Falihs, wonach ein Einfrieren des Produktionsniveaus nur eine von mehreren bevorzugten Möglichkeiten sei. „Das ist derzeit jedoch nicht nötig“, fügte er hinzu.

Die größten Öl- und Gaskonzerne der Welt

Platz 1

Exxon Mobil (USA)

Jahresumsatz: 356,6 Milliarden Dollar

Platz 2

PetroChina (China)

Umsatz 2015: 329,7 Milliarden Dollar

Platz 3

Chevron (USA)

Jahresumsatz: 197,4 Milliarden Dollar

Platz 4

Royal Dutch Shell (Großbritannien)

Jahresumsatz: 192,1 Milliarden Dollar

Platz 5

Sinopec (China)

Jahresumsatz: 119,1 Milliarden Dollar

Platz 6

Total (Frankreich)

Jahresumsatz: 118,5 Milliarden Dollar

Platz 7

BP (Großbritannien)

Jahresumsatz: 118,35 Milliarden Dollar

Platz 8

ConocoPhillips (USA)

Jahresumsatz: 76,67 Milliarden Dollar

Platz 9

Cnooc (Hongkong)

Jahresumsatz: 63,12 Milliarden Dollar

Platz 10

Eni (Italien)

Jahresumsatz: 63 Milliarden Dollar

Quelle

Thomson Reuters/Unternehmensangaben

Die Spekulationen im Vorfeld der Ankündigung reichten soweit, dass an den Märkten die Hoffnung auf eine baldige Begrenzung der weltweiten Überproduktion aufkam. Insidern zufolge wollten Saudi-Arabien und Russland zu einer Kooperation zur Stützung des Ölmarktes aufrufen. Außerdem werde Russland wahrscheinlich eine Delegation zur nächsten Sitzung des Ölkartells Opec im November in Wien entsenden. Russland ist kein Opec-Mitglied.

Der Iran hingegen schwimmt weiterhin gegen den Strom. Die nationale Ölbehörde des Iran ließ vor dem Opec-Treffen in Algerien im September verlauten, dass es weiterhin den Plan verfolge an die Fördermengen vor den Sanktionen zurückkehren zu wollen. Kurzfristig wolle das Land das Volumen auf vier Millionen Barrel Rohöl pro Tag anheben. Vor den Sanktionen lag das Volumen bei mehr als vier Millionen Barrel.

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