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10.05.2016

18:47 Uhr

Rohstoffe

Waldbrände in Kanada lassen Ölpreise steigen

Seit Tagen wüten Waldbrände in der kanadischen Ölförderer-Provinz Alberta, massive Produktionsausfälle treiben die Ölpreise in die Höhe. Der Opec-Präsident rechnet mittelfristig mit einer steigenden Nachfrage.

Die Ölförderung in der Region um Alberta kommt deswegen zum Erliegen. AP

Noch immer steht der Wald in Kanada in Flammen

Die Ölförderung in der Region um Alberta kommt deswegen zum Erliegen.

DohaProduktionsausfälle wegen der Waldbrände in Kanada haben die Ölpreise am Dienstag weiter in die Höhe getrieben. Die richtungsweisende Sorte Brent aus der Nordsee verteuerte sich um 1,7 Prozent auf 44,38 Dollar je Barrel (159 Liter). US-Leichtöl der Sorte WTI stieg um 1,2 Prozent auf 43,93 Dollar.

Grund sind die Waldbrände in der kanadischen Ölförder-Provinz Alberta. Dort wurden Förderkapazitäten von 1,6 Millionen Barrel pro Tag stillgelegt – mehr als ein Drittel der üblichen täglichen Produktion des Landes. Damit verringert sich das weltweite Überangebot für Rohöl, durch das die Preise für das „Schwarze Gold“ massiv unter Druck geraten waren. Experten erwarten, dass Produktionsstätten in den betroffenen kanadischen Gebieten teilweise für mehrere Wochen geschlossen bleiben.

Der Präsident der Organisation erdölexportierender Länder (Opec), Mohammed bin Saleh al-Sada, rechnet mittelfristig mit einer wachsenden Nachfrage nach Öl. Sie steige bereits an dank einer größeren Nachfrage nach Kraftstoff, erklärte al-Sada, der auch katarischer Energieminister ist, am Dienstag.

Die Entwicklung werde ab nächstem Monat wahrscheinlich weiter Fahrt aufnehmen, wenn die Sommersaison beginne, in der viele Menschen mehr Auto fahren. Insgesamt sei der Markt auf dem Weg zu einer Stabilisierung in der zweiten Jahreshälfte, erklärte al-Sada. Die weltweite Förderung sei zuletzt gesunken.

Der Preis für Rohöl ist seit Mitte 2014 stark eingebrochen, was für die Ölproduzenten zum Teil dramatische finanzielle Folgen hat. Dennoch wurde bei einem Treffen von Opec-Mitgliedern und weiteren ölreichen Staaten wie Russland im April keine Einigung darüber erzielt, die Fördermenge einzuschränken. Die Preise haben sich seither allerdings etwas erholt. Das nächste Treffen der Ölminister der Opec-Staaten ist für den 2. Juni in Wien geplant.

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