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11.05.2017

13:01 Uhr

Rohstoffe

Warum Ölinvestoren so optimistisch sind

Am Ölmarkt macht sich Hoffnung breit. In den USA haben sich die Lager in den vergangenen Tagen so stark wie noch nie in diesem Jahr geleert. Goldman Sachs spricht schon von Einstiegsmöglichkeiten.

Die hohen Vorräte in „schwimmenden Lagern“, die Produzenten einst Sorgen bereiteten, werden allmählich abgebaut. dpa

Öltanker

Die hohen Vorräte in „schwimmenden Lagern“, die Produzenten einst Sorgen bereiteten, werden allmählich abgebaut.

FrankfurtEgal ob Aktien oder Rohstoffe – an den Börsen wird die Zukunft gehandelt, heißt es. So einfach lässt sich wohl auch der jüngste Preisanstieg beim Öl erklären. Denn obwohl die Lagerbestände weiter prall gefüllt sind, sickern die Botschaften der langsam sinkenden Bestände allmählich bei den Investoren durch.

Das beste Beispiel sind die am Mittwoch veröffentlichten Daten aus den USA. Dort haben sich die Lager binnen einer Woche um 5,2 Millionen auf 523 Millionen Barrel (à 159 Liter) geleert. Das entspricht dem stärksten Rückgang der Bestände bislang in diesem Jahr. Die Preise für den Rohstoff hat das am Donnerstag kräftig angetrieben: Ein Barrel der Nordseesorte Brent hat sich im Vergleich zum Vortag um mehr als einen Dollar auf zuletzt 50,82 Dollar verteuert. Der Preis für ein Barrel des nordamerikanischen Leichtöls WTI ist ähnlich stark auf knapp 48 Dollar gestiegen.

Laut amerikanischer Großbank Goldman Sachs gleichen sich Angebot und Nachfrage am Ölmarkt weiter an, wie Jeffrie Currie, der Leiter der Rohstoffanalysen, am Mittwoch auf dem Global Crude Oil Summit von Platts in London sagte. Natürlich würde er auf anziehende Preise wetten, erklärte Currie, „weil wir vor einem Defizit-Markt stehen“.

Zuspruch bekam er vom Öl-Experten der Internationalen Energieagentur (IEA) Neil Atkinson. Die IEA ist eine Organisation innerhalb der OECD und berät die Regierungen der Mitgliedsländer in Energiefragen. Wenn die Organisation erdölexportierender Staaten – kurz Opec – ihr Ende Juni ablaufendes Förderkürzungsabkommen verlängert, werde die Nachfrage das Angebot „bedeutend“ übertreffen, erklärte Atkinson.

Die angesprochene Verlängerung scheint zwei Wochen vor dem entscheidenden Opec-Treffen schon eine ausgemachte Sache. Auch das Nicht-Opec-Mitglied Russland hat sich schon dazu bereit erklärt. Derweil wird bereits über eine Ausweitung bis ins Jahr 2018 spekuliert.

Die große Frage jedoch lautet: Braucht das der Ölmarkt überhaupt? Die Meinungen dazu gehen auseinander. Denn während sich in den ersten Monaten der Opec-Kürzung noch keine Effekte bei den Lagerbeständen zeigten, häufen sich aktuell die Anzeichen dafür, dass sich die Ölbestände reduzieren. Und dies nicht nur in den USA. So sind zuletzt ebenfalls die Niveaus der sogenannten „schwimmenden Lager“ gesunken, also Rohöl, das in Tankern auf See gehalten wird.

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Die einst wirkungsvollste Absprache erweist sich nicht mehr als effektiv: Obwohl die Opec weniger Öl fördert, bleibt der Markt überversorgt und der Preis niedrig. Das Kartell erwartet im Mai ein weiteres Krisentreffen.

Die Experten der amerikanischen Schiffsanalysefirma Clipper Data machen vor allem die Bestände vor Singapur als richtungsweisend aus – dem bedeutendsten Zugang zum asiatischen Markt. Dort würden aktuell noch etwa 50 Millionen Barrel gehalten, 14 Millionen weniger als noch auf dem Höhepunkt im Februar.

Eigentlich sollte die Opec sich über diese Zahlen freuen. Schließlich ist es ihr erklärtes Ziel, die globalen Lagerbestände auf den Fünf-Jahres-Durchschnitt zu senken. An manchen Orten wie etwa Singapur, Japan und im Amsterdam-Rotterdam-Antwerpen-Raum seien die Bestände sogar schon unter das Niveau der Drei-Jahres-Durchschnittswerte gefallen, erkennt der Ölanalyst Jan Edelmann von der HSH Nordbank. Dennoch hält das Ölkartell an seinem Vorhaben fest, auch über Juni hinaus weniger Öl an den Markt zu bringen. Die Mitgliedsstaaten möchten offenbar auf Nummer sicher gehen.

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Kommentare (1)

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Baron v. Fink

11.05.2017, 19:18 Uhr

Diese Ölinvestoren hoffen auf den Sozialismus, im Kapitalismus bleibt das Öl
preiswert. Alle Ölförderstaaten sind pleite, außer der große Meister des Geldes,
die USA. Daher Ami Aktien kaufen, gern auch ein Trust ,PERMIAN oder ähnlich.
Ami Öl, das macht den Finken froh, Gas ebenso. Willste pleite gehen, mußte dein Geld der EU-Mafia geben Ha Ha Ha

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