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07.08.2014

13:01 Uhr

Rohstoffe

Weltweite Konflikte, doch der Ölpreis fällt

Reichliches Ölangebot sorgt für Stabilität: Bereits seit Wochen ist von steigenden Risikoaufschlägen für Rohöl nichts zu sehen. Dabei gibt es auch gerade in der Nähe von Förderländern genug Konflikte.

Die Ölpreise bleiben stabil – trotz aller Widrigkeiten. dpa

Die Ölpreise bleiben stabil – trotz aller Widrigkeiten.

SingapurSpekulationen auf eine abflauende Nachfrage haben Rohöl am Donnerstag verbilligt. Die Terminkontrakte auf die richtungsweisende Sorte Brent aus der Nordsee und auf das US-Öl WTI verloren zeitweise jeweils 0,4 Prozent auf 104,16 und 96,58 Dollar je Barrel.

"Die anhaltende Verschärfung der Sanktionen zwischen der EU, den USA und Russland wird sich negativ auf das weltweite Wachstum auswirken", sagte Analyst Olivier Jakob vom Research-Haus Petromatrix. Das russische Importverbot für bestimmte Waren werde voraussichtlich weitere Strafen der EU und der USA nach sich ziehen. Dies könne die westeuropäische Konjunktur abwürgen, warnte Olivier.

Bereits seit Wochen ist von steigenden Risikoaufschlägen für Rohöl nichts zu sehen, obwohl es an militärischen und politischen Konflikten nicht mangelt. Einige Beobachter nennen das nach wie vor reichliche Ölangebot als Grund für die augenscheinliche Gelassenheit der Investoren.

Von

dpa

Kommentare (1)

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Herr Holger van Husen

07.08.2014, 20:11 Uhr

Das ist nicht verwunderlich, weil sie die Weltwirtschaft ja in einer Rezession befindet. Normalerweise fiel der Ölpreis in einem derartigen Szenario wie ein Stein. Das der Ölpreis nahezu kontant bleibt und ein Fass BRENT CRUDE OIL SPOT mit 105 USD immer noch mehr als dreimal soviel kostest wie Anfang 2009 zeugt von einer exorbitanten Inflation und von knapper werdenden Rohstoffen. Immerhin wurde das globale Erdölfördermaximum laut EIA beim konventionellen Öl bereit 2008 erreicht. Seitdem sinkt die Produktion und man kann die 82 Mio. Fass pro Tag nur noch erreichen, weil man unkonventionelles Öl fördert (Teersande, Tiefseeöl, Energieäquivalent aus Hydralic Fracturing, Öl aus Schiefer etc.) Das "Easy Oil" ist somit schon zu mehr als 50% verbraucht. Deshalbe auch der Angriffskrieg im Irak, die Bombardierung Libyens, die Destabilisierung Syriens und das unmenschliche Embargo gegen den Iran. Sowohl Iran als auch der Irak sind zwei der wenigen Länder, die das Fördermaximum noch nicht erreicht haben und über grosse Reserven verfügen.

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