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07.03.2013

09:44 Uhr

Rohstoffe

Zu hohe Ölbestände belasten den Preis

Die Öllagerbestände haben in den USA fünfmal stärker zugenommen als erwartet. Zudem sei die Nachfrage sehr gering. Der Ölpreis gerät weiter unter Druck. Gold-Investoren zeigen sich dagegen unentschieden.

Die Ölbestände sind fünfmal stärker gewachsen als erwartet. dpa

Die Ölbestände sind fünfmal stärker gewachsen als erwartet.

FrankfurtDie Ölpreise sind am Donnerstag leicht gesunken. Grund dafür seien der erstarkte US-Dollar und deutlich gestiegene Rohöllagerbestände in den USA, hieß es aus dem Handel. Anleger hielten sich zudem vor den Entscheidungen der Notenbanken Großbritanniens und der Eurozone zurück.

Am Morgen kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur April-Lieferung 110,78 Dollar. Das waren 28 Cent weniger als am Vortag. Der Preis für ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) sank um elf Cent auf 90,32 Dollar.

Die Öllagerbestände in den USA haben in der vergangenen Woche um 3,8 Millionen Barrel zugenommen, wie das US- Energieministerium am Vortag mitgeteilt hatte. Analysten hatten einer Bloomberg-Umfrage zufolge nur ein Plus von 788.000 Barrel erwartet. „Die steigenden Rohölbestände in den USA verschärfen das Problem, dass die Nachfrage derzeit nicht ausreichend erscheint, um das wachsende Angebot abzudecken“, sagte Ric Spooner, leitender Marktanalyst bei CMC Markets in Sydney.

Der Goldpreis schwankte zwischen Gewinnen und Verlusten. Zuletzt notierte das Edelmetall am Kassamarkt bei 1582,20 Dollar je Unze 0,1 Prozent niedriger als am Vortag.

Am Mittwoch waren Konjunkturdaten aus den USA gemischt ausgefallen. So fiel der Stellenaufbau in der Privatwirtschaft stärker als erwartet aus, während der Auftragseingang der Industrie deutlich sank.

Was 2012 aus 1.000 Euro wurde

Zypriotische Aktien (CSE)

407 Euro

Öl (WTI)

899 Euro

Spanische Aktien (Ibex)

968 Euro

Chinesische Aktien (Shanghai Composite)

989 Euro

Sparbuch (Durchschnitt)

1005 Euro

Tagesgeld (Durchschnitt)

1014 Euro

US-Staatsanleihen

1029 Euro

Gold

1034 Euro

Bundesanleihen

1038 Euro

Dow Jones

1049 Euro

Silber

1052 Euro

Nikkei 225

1069 Euro

EuroStoxx 50

1149 Euro

Schweizerische Aktien (SMI)

1167 Euro

Italienische Staatsanleihen

1203 Euro

Euro-Unternehmensanleihen (Non-Investment-Grade)

1242 Euro

Irische Staatsanleihen

1297 Euro

Dax

1299 Euro

Griechische Aktien (ASE)

1342 Euro

Griechische Staatsanleihen (inkl. Schuldenschnitt, ohne Rückkauf)

1452 Euro

Türkische Aktien (ISE 100)

1576 Euro

Venezolanische Aktien (IBC)

2882 Euro

„Solange die Konjunkturdaten aus den USA keine klare Richtung erkennen lassen, bleibt das Schicksal der lockeren Geldpolitik der Federal Reserve unklar“, sagte Sun Yonggang, Stratege bei Everbright Futures Co. „Je nachdem, in welcher Stimmung der Markt ist, kann Gold mit dem oder gegen den Dollar gehandelt werden.“

Der Euro legte zuletzt zum Dollar zu, während der Dollar- Index nahe dem höchsten Stand seit sechs Monaten verharrte. Impulse könnten von der anstehenden Sitzung der Europäischen Zentralbank (EZB) ausgehen. EZB-Präsident Mario Draghi hatte im vergangenen Monat gesagt, er habe nicht die Absicht, die Geldpolitik im Euroraum schon bald zu straffen.

Kommentare (4)

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HofmannM

07.03.2013, 11:19 Uhr

Seitwann kann ein hohes Angebot den Preis belasten?!
Das kommt wahrscheinlich nur in der ideologischen Traumwelt der ökosozialistischen Medienpolitik vor.
Dank Fracking gibt es ausreichend viel Oel am Markt und damit sinkt im Normalfall der Preis!
Sinkende Energiepreise sind ein segen für unser Gesellschaft und keine Belastung, liebes Handelsblatt!

Account gelöscht!

07.03.2013, 12:36 Uhr

Also ich verstehe eine "Erhöhung des Angebotes" als eine "Belastung" für den Preis. Die "Erhöhung der Angebotsmenge" wird damit Grund für den "Preisrückgang".

Ihrer Lesart zu entnehmen erwarten Sie wegen der "Erhöhung des Angebotes" dann eher eine "Unterstützung" des Preises und damit einen Preisanstieg, oder liege ich da falsch?

Grundsätzlich teile ich aber Ihre Ausführung zu den Auswirkungen sinkender Energiepreise.

HofmannM

07.03.2013, 13:13 Uhr

@GSN
Aus deutscher volkswirtschaftlicher Sicht sind hohe Energiepreise eine Belastung. Und um so mehr Energie am Markt vorhanden ist, um so besser für unsere deutsche Volkswirtschaft.(Deutschland = Oelarmes Land, da man jetzt auch noch Fracking verbieten will!)
Und da das Handelsblatt für die deutsche Volkswirtschaftsicht schreiben sollte, sollte es auch immer daran denken, dass Oelpreissteigerungen immer eine Belastung für unsere Volkswirtschaft ist. Somit muss ich bei steigender Nachfrage von einer Preisdruckentlastung für unserer Volkswirtschaft sprechen.
Es sollte aus dem richtigen Blickwinkel betrachtet und geschrieben bzw. formuliert werden!

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