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21.08.2013

12:13 Uhr

Rohstoffhandel

Fed-Politik drückt Kupfer- und Ölpreis

Die Preise für Öl und Kupfer befinden sich im Abwärtstrend. Anleger halten sich zurück und warten das Fed-Sitzungsprotokoll ab. Sie erhoffen sich Hinweise darauf, wann die US-Notenbank beginnt, den Geldhahn zuzudrehen.

Der Kupferpreis kann sich dem Abwärtstrend nicht entziehen. dpa

Der Kupferpreis kann sich dem Abwärtstrend nicht entziehen.

FrankfurtVor der Veröffentlichung des mit Spannung erwarteten Fed-Sitzungsprotokolls haben sich die Anleger am Rohstoffmarkt zurückgehalten. Der Kupferpreis verbilligte sich am Mittwoch um 0,6 Prozent auf 7280 Dollar je Tonne. Öl der Sorte Brent wurde mit 109,37 Dollar je Fass 0,7 Prozent billiger gehandelt. Der Preis für WTI gab 0,6 Prozent auf 104,53 Dollar je Barrel nach. Von den Protokollen der US-Notenbank erhoffen sich Anleger weitere Hinweise darauf, wann die Fed damit beginnt, den Geldhahn zuzudrehen. „Angesichts der Unsicherheit über den weiteren Kurs der US-Geldpolitik ist bereits viel Geld aus dem Markt geflossen“, sagte Carl Larry, Präsident von Oil Outlooks and Opinions.

Bislang kauft die Fed zur Ankurbelung der US-Konjunktur monatlich Anleihen und Immobilienpapiere im Volumen von 85 Milliarden Dollar auf. Notenbankchef Ben Bernanke hatte Ende Mai jedoch angekündigt, den Geldhahn langsam zudrehen zu wollen, sofern sich die US-Konjunktur weiter erholt. Seitdem wird an den Finanzmärkten heftig über Zeitpunkt und Umfang des sogenannten „Tapering“ spekuliert.

Auch Gold konnte sich dem Abwärtstrend am Mittwoch nicht entziehen – das Edelmetall wurde 0,7 Prozent billiger bei 1361 Dollar je Feinunze gehandelt. Die Analysten der Commerzbank gehen aber nicht davon aus, dass der Preisrutsch von Dauer sein wird. Die Frage, welche Länder noch weitere oder neue Finanzhilfen benötigen, dürfte nach der Bundestagswahl verstärkt diskutiert werden, hieß es in einem Kommentar. „Gold sollte daher als wertstabile Anlage gefragt sein.“ Zuletzt hatten Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble, EU-Wirtschafts- und Währungskommissar Olli Rehn ein drittes Hilfsprogramm für Griechenland nicht ausgeschlossen.

Von

rtr

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