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21.07.2015

14:00 Uhr

Rohstoffindex

„Rohstoffe sind eine Katastrophe“

Rohstoffinvestoren sind hoffnungslos. Ein wichtiger Rohstoffindex hat sich nach dem Fall auf ein 13-Jahres-Tief nur geringfügig erholt. Betroffen sind fast alle Rohstoffe – von Öl über Kupfer bis hin zu Zucker.

Der Kurseinbruch bei Gold macht Investoren Sorgen. Doch auch Geschäfte mit anderen Rohstoffen laufen zur Zeit schlecht. dpa

Gold

Der Kurseinbruch bei Gold macht Investoren Sorgen. Doch auch Geschäfte mit anderen Rohstoffen laufen zur Zeit schlecht.

New YorkRohstoffinvestoren sind derzeit zu bemitleiden. Der Bloomberg Commodities Index, ein wichtiger Rohstoffindex, ist am Montag auf ein 13-Jahres-Tief gefallen und hat sich auch am Dienstag nur geringfügig erholt. Weder nach der Finanzkrise 2008 noch nach der Euroraum-Schuldenkrise 2012 fiel der Index so tief. Von Öl über Kupfer bis hin zu Zucker sind fast alle Rohstoffe betroffen.

„Rohstoffe sind eine Katastrophe“, erklärte Walter „Bucky“ Hellwig, Manager bei BB&T Wealth Management in Birmingham, Alabama. „Wir wollen unsere Positionen nicht ausbauen.“ Zuletzt hat es auch Gold getroffen, das die größte Gewichtung im Index hat. Das Edelmetall leidet unter einem stärkeren Dollar und Befürchtungen eines Abschwungs in China. Am Montag hatte der Goldpreis im asiatischen Handel innerhalb von 15 Minuten den stärksten Einbruch seit zwei Jahren verzeichnet.

Der Kurseinbruch bei Gold macht Investmentgesellschaften wie Paulson & Co. zu schaffen. Dort hat der milliardenschwere Hedgefondsmanager John Paulson seinen Anteil am größten börsennotierten Gold-Fonds in den ersten drei Monaten des Jahres unverändert gehalten. Armel Leslie, ein Sprecher für Paulson bei Peppercomm, wollte keine Stellungnahme abgeben.

Allein am Montag haben börsennotierte Indexfonds auf Basis von Gold, Silber und Platin rund zwei Milliarden Dollar an Wert verloren. Investoren haben in der vergangenen Woche rund 530 Millionen Dollar aus börsennotierten Fonds, die Rohstoffe abbilden, abgezogen. Das entspricht annähernd einem Prozent des Marktwertes der Fonds.

Hedgefonds und andere Vermögensverwalter beurteilen Gold so wenig optimistisch wie noch nie seit Beginn der staatlichen Datenerhebungen 2006. Der Bloomberg Commodity Index, der 22 Rohstoffe abbildet, notierte am Dienstag 0,2 Prozent fester bei 96,4139 Punkten, nachdem er am Montag 1,4 Prozent nachgegeben hatte auf den niedrigsten Stand seit Juni 2002.

Kommentare (1)

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21.07.2015, 18:02 Uhr

Eine Katastrophe sind sie nur, wenn man noch drin ist und zuvor teuer einkaufte. Alles ist eben eine Frage der Perspektive.

Angesichts der überhöhten Preise in den letzten Jahren wurde es Zeit für die Normalisierung, deren Prozeß lange noch nicht abgeschlossen sein dürfte.
Die großen Verbraucher benötigen weniger, ihre Eigenproduktion wächst relativ dazu und die Ersatzstoffe werden täglich vielfältiger - und billiger.

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