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30.06.2011

16:19 Uhr

Rohstoffmärkte

Preise für Öl und Kupfer gefallen

Die Erleichterung währte kurz - schon einen Tag nach dem Ja der Griechen zum Sparprogramm der Regierung ist an den Rohstoffmärkten wieder Ernüchterung eingekehrt.

Rohstoffhändler in Chicago. Quelle: Reuters

Rohstoffhändler in Chicago.

FrankfurtÖl verbilligte sich, Metalle und Gold notierten kaum verändert. Anleger richteten ihren Fokus wieder stärker auf die sich global abschwächende Konjunktur, auf Zinserhöhungen und anhaltende Risiken durch die europäische Schuldenkrise. „Das Thema Griechenland ist noch nicht durch“, sagte Analyst Thorbjorn Bak Jensen von Global Risk Management. Das griechische Parlament hat zwar grundsätzlich den Sparplan der Regierung durchgewinkt. Analysten zufolge bleiben aber viele Investoren skeptisch bezüglich einer erfolgreichen Umsetzung.

Zudem habe EZB-Chef Jean-Claude Trichet durch den Gebrauch der Redewendung „starke Wachsamkeit“ eine bevorstehende Zinserhöhung für die Eurozone signalisiert, sagte Bak Jensen weiter. Steigende Zinsen bremsen in der Regel das konjunkturelle Wachstum. Am Rohstoffmarkt löst das Nachfragesorgen aus und lässt die Preise fallen.

Analyst Eugen Weinberg von der Commerzbank wies zudem darauf hin, dass die Internationale Energieagentur in den nächsten Tagen strategische Ölreserven freigeben wird. Das Angebot sei dann reichlich, und das dürfte den Ölpreis drücken. Ein Fass europäisches Brent-Öl verbilligte sich um 45 Cent auf 111,95 Dollar. US-Öl der Sorte WTI kostete 94,57 Dollar und damit 20 Cent weniger als im späten Vortagesgeschäft.

Kupfer wurde zu 9315 Dollar je Tonne gehandelt und war damit 7,50 Dollar günstiger. Aluminium kostete 2535 Dollar je Tonne und damit in etwa so viel wie im späten Vortageshandel.

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