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23.05.2013

17:35 Uhr

Rohstoffmarkt

Bernanke-Kommentar drückt Ölpreise

Der Ölpreis hat nachgegeben: Neben dem tiefen Stand des chinesischen Einkaufsindexes ist Ben Bernankes Kommentar ausschlaggebend für diese Entwicklung. Er deutete an, die US-Notenbank könnte ihre Bondkäufe drosseln.

Öl der Sorte Brent wurde bei 101,60 Dollar je Barrel gehandelt. dpa

Öl der Sorte Brent wurde bei 101,60 Dollar je Barrel gehandelt.

Der Ölpreis hat am Donnerstag nachgegeben. Die US-Sorte WTI zur Lieferung im Juli kostete zuletzt 92,39 Dollar je Barrel, ein Minus von zwei Prozent gegenüber dem Vortag. Öl der Sorte Brent wurde bei 100,74 Dollar je Barrel gehandelt und war damit 1,8 Prozent billiger.

In der vergangenen Woche waren die US-Kraftstofflager um drei Millionen Barrel angewachsen. Der chinesische Einkaufsmanagerindex fiel auf 49,6 und damit den tiefsten Stand seit Oktober. Zudem deutete Fed-Chef Bernanke an, dass die US- Notenbank ihre monatlichen Bondkäufe drosseln könnte.

“Die chinesischen Einkaufsmanagerdaten sind schwächer als erwartet, was den Abwärtsdruck auf den meisten Rohstoffmärkten heute deutlich verstärkt”, sagte Mark Keenan, Leiter Rohstoffanalyse und Strategie bei Société Générale SA in Singapur. “Die Kommentare von der Fed, die auf ein Zurückfahren der quantitativen Lockerungen hindeuten, falls sich die Konjunktur weiter verbessert, haben den Dollar höher getrieben, was ebenfalls zu der allgemeinen Schwäche beiträgt. Diese Faktoren drücken heute die Ölpreise.”

Gold notierte am Kassamarkt bei 1383,12 Dollar je Unze 0,9 Prozent höher. Silber legte 0,4 Prozent zu auf 22,39 Dollar je Unze. “Gold steigt heute bislang, während alles andere fällt”, sagte Mark O'Byrne, Executive Director von GoldCore Ltd. in Dublin. “Es ist möglich, dass der Rückgang der Kurse an den Aktienmärkten dazu geführt hat, dass nervöse Investoren wieder Gold kaufen.” Weltweit haben Aktienindizes am Donnerstag Verluste verzeichnet.

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