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26.05.2011

16:04 Uhr

Rohstoffpreise

Enttäuschende US-Daten drücken Öl und Kupfer

Das US-Konjunktur hat sich schlechter entwickelt als erwartet - und lässt die Öl- und Kupferpreise sinken. Die Angst vor einer Dürre lässt dagegen die Preise für Mais und Weizen steigen.

Nach enttäuschenden Konjunkturdaten sinkt der Ölpreis. Quelle: dpa

Nach enttäuschenden Konjunkturdaten sinkt der Ölpreis.

FrankfurtSpekulationen auf eine Abkühlung der Weltkonjunktur haben am Donnerstag die Preise für Rohöl und Industriemetalle gedrückt. Genährt wurden die Zweifel an der wirtschaftlichen Entwicklung unter anderem von der schlechter als erwartet ausgefallenen zweiten Schätzung für das US-Bruttoinlandsprodukt im ersten Quartal. Außerdem fielen die Erstanträge auf US-Arbeitslosenhilfe in der vergangenen Woche höher aus als erwartet.

Nach den Kursgewinnen der vergangenen Tage verbilligte sich die Nordsee-Ölsorte Brent um 0,2 Prozent auf 114,73 Dollar je Fass (159 Liter). Das US-Öl WTI kostete mit 101,04 Dollar 0,3 Prozent weniger als am Mittwoch.

Der Preis für eine Tonne Kupfer gab 0,4 Prozent auf 9031 Dollar je Tonne nach. Die Analysten der Commerzbank bezeichneten die aktuellen Kursverluste aber als vorübergehend. „Wir glauben, dass der Rückgang der chinesischen Metallproduktion in Folge der abzusehenden Stromknappheit im Sommer bislang in den Metallpreisen nicht ausreichend eskomptiert ist.“ Schließlich sei China nicht nur der weltgrößte Verbraucher, sondern auch der weltgrößte Produzent dieses in Stromkabeln und Wasserrohren eingesetzten Industriemetalls.

Unterdessen hielt die Furcht der Anleger vor Ernte-Ausfällen in Frankreich die europäischen Weizen-Futures nahe ihren Rekordhochs. Der November-Kontrakt verteuerte sich um bis zu 2,5 Prozent auf 250,75 Euro je Tonne. Der Londoner Future legte ähnlich stark auf 198 Pfund Sterling je Tonne zu. In den USA lag der Preis bei 8,1325 Dollar je Scheffel (plus 2,1 Prozent). Das Wetter mache den Bauern derzeit das Leben rund um den Globus schwer, sagte Analyst Ker Chung Yang von Phillip Futures in Singapur. „Es ist zu trocken in China und Europa, während es in den USA übermäßig regnet.“ Letzteres verzögert die Aussaat, vor allem von Mais. Dieser verteuerte sich um bis zu 0,9 Prozent auf 7,49 Dollar je Scheffel.

Silber verbuchte erneut starke Kursausschläge. Das Edelmetall verbilligte sich um bis zu 4,2 Prozent auf 36,30 Dollar je Feinunze, nachdem es zuvor in der Spitze 2,5 Prozent zugelegt hatte. In seinem Sog verbilligte sich Gold geringfügig auf 1523,14 Dollar. In Euro gerechnet hielt sich das gelbe Metall mit 1076,74 Euro nahe seinem Rekordhoch von 1088,11 Euro. „Die Zweifel, dass die EU die griechische Schuldenkrise meistern kann und die mögliche Ansteckung anderer Euro-Staaten stützen Gold“, betonte Rohstoff-Strategin Natalie Robertson von der ANZ Bank.

Von

rtr

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