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21.04.2011

16:15 Uhr

Rohstoffpreise

Goldpreis weiter auf Rekordjagd

Wenn die Unsicherheit über die Entwicklung der Weltwirtschaft wächst, steigt auch der Goldpreis. Edelmetalle jagen darum derzeit von Rekord zu Rekord. Der Ölpreis gibt wegen schlechter US-Arbeitsmarktdaten nach.

Der Preis für Feingold steigt. Quelle: Reuters

Der Preis für Feingold steigt.

Frankfurt Anleger sind am Donnerstag weiter auf Nummer sicher gegangen und haben Gold gekauft. Das Edelmetall kletterte zeitweise auf ein neues Rekordhoch von 1508,75 Dollar je Feinunze. Die Schuldenprobleme in den USA, die anhaltenden Kämpfe in Libyen, die Unsicherheit über die weitere wirtschaftliche Entwicklung - all das dürfte den Goldpreis weiter nach oben treiben, sagte Peter Hillyard von der ANZ Bank. 

Allein seit Monatsanfang hat das Edelmetall mehr als fünf Prozent zugelegt. Auch der Silberpreis zog erneut an und war mit einem Plus von 2,3 Prozent auf 46,24 Dollar je Feinunze so teuer wie seit 1980 nicht mehr. Der Markt scheine kurzfristig die Marke von 50 Dollar sehen zu wollen, schrieben die Analysten der Commerzbank in einem Kommentar. 

Unentschlossen zeigten sich die Investoren am Ölmarkt: Hatten der schwächere US-Dollar und steigende Aktienmärkten den Ölpreisen am Donnerstag zunächst Auftrieb gegeben, sorgten die US-Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe schließlich für einen Dämpfer. Das Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete mit 123,52 Dollar am Nachmittag 0,3 Prozent weniger. Zuvor hatte sich Brent mit bis zu 124,81 Dollar wieder dem Mitte April erreichten 32-Monatshoch von 127 Dollar angenähert. Ein Barrel des US-Öls WTI notierte bei 111,37 Dollar, nachdem es am Vormittag zeitweise bis auf 112,48 Dollar gestiegen war. Die Arbeitslosenhilfe-Erstanträge sind in der vergangenen Woche nicht so stark gesunken wie erhofft. „Das ist sicherlich eine Enttäuschung“, sagte Sean Incremona, Volkswirt bei 4Cast LTD. 

Dir Wirtschaft wachse, aber eben nur moderat, urteilte Subodh Kumar, Stratege bei Subodh Kumar & Associates. 

Bei den Industriemetallen verliehen Spekulationen auf einen Angebotsengpass dem Kupferpreis einen Schub. Das für Stromkabel und Wasserrohre verwendete Metall verteuerte sich in der Spitze um 0,8 Prozent auf 9656 Dollar und kostete damit so viel wie seit einer Woche nicht mehr. Der britische Bergbaukonzern Anglo American PLc erklärte, Hochwasser und heftig Regenfälle hätten die Produktion im ersten Quartal erschwert. Ähnlich wie beim Öl machte sich aber auch der schwächere Dollar bemerkbar, der in der US-Währung gehandelte Rohstoffe für Investoren außerhalb des Dollar-Raumes billiger macht. 

Nachfolgend die Londoner Vormittagsfixings der wichtigsten Edelmetalle vom Donnerstag. Alle Angaben in Dollar je Feinunze (31,1 Gramm):

Edelmetall-Fixings Aktuell 20.04.11 

------------------------------------------------------------ 

Gold 1.507,00 1.501,00 

Silber 46,26 44,79 

Platin 1.814,00 1.

Von

rtr

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