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19.01.2011

15:24 Uhr

Rohstoffpreise

Kupferpreis auf Rekordhoch

Die Rohstoff-Hausse geht weiter, heute erzielte der Kupferpreis einen neuen Höchststand. Auch Öl und Gold profitieren vom schwachen Dollar. Spekulanten nehmen ebenfalls Agrarrohstoffe ins Visier: Die Weizenpreise steigen.

Begehrt und teuer: Kupfer ist nicht nur bei Draht-Herstellern gefragt. dpa

Begehrt und teuer: Kupfer ist nicht nur bei Draht-Herstellern gefragt.

HB FRANKFURT. Neue Bestmarken auf dem Rohstoff-Markt: Die Erwartung eines weiterhin knappen Angebotes hat den Kupferpreis am Mittwoch auf einen Rekordstand getrieben. Die Tonne des Metalls verteuerte sich in London um bis zu 0,8 Prozent auf 9781 Dollar. Der Terminkontrakt auf Kupfer in Shanghai stieg um bis zu 950 Yuan auf 72.950 Yuan und lag damit so hoch wie zuletzt im Mai 2007. "Für 2011 wird das Marktdefizit bei Kupfer bestehen bleiben", prognostizierte Rohstoffanalyst Gabor Vogel von der DZ Bank. "Schwierigkeiten bei der Verladung in Chile hatten zu einem kurzfristigen Lieferengpass geführt. Angetrieben wird der Preis zudem von der Fantasie der Investoren bezüglich einer starken Nachfrage nach mit physischem Kupfer hinterlegten Fonds."

Auch der Preisanstieg von Weizen dauerte an. Händler führten dies unter anderem auf eine starke Nachfrage aus den von sozialen Unruhen erschütterten nordafrikanischen Staaten Tunesien und Algerien zurück, die damit den Anstieg der Nahrungsmittelpreise im Inland bremsen wollen. Die Proteste waren unter anderem von steigenden Lebensmittelpreisen ausgelöst worden. Der Preis für in Paris gehandelten Weizen zur Lieferung im März stieg um 1,6 Prozent auf 256,50 Euro je Tonne. In Chicago wurde das Scheffel (rund 27 Kilogramm) des Getreides 1,8 Prozent teurer mit 8,0775 Dollar gehandelt. Die gleiche Menge Mais kostete mit 6,6650 Dollar 0,9 Prozent mehr.

Die Preise für Industriemetalle und Agrarrohstoffe reagierten laut Händlern wie andere in Dollar abgerechnete Rohstoffe zudem auf die schwächere US-Währung. Fällt der Dollar, werden Rohstoffe außerhalb der USA billiger und die Nachfrage steigt tendenziell an. Der Euro profitierte am Mittwoch laut Devisenhändlern von Spekulationen über Käufe asiatischer Notenbanken.

Der Ölpreis profitierte von der Dollarschwäche und von Befürchtungen, Lieferungen von den Nordsee-Ölfeldern könnten beeinträchtigt werden. Das Fass Nordseeöl der Sorte Brent wurde mit 98,38 Dollar 0,6 Prozent höher gehandelt. US-Öl der Sorte WTI verteuerte sich um 0,6 Prozent auf 91,93 Dollar.

Der Goldpreis legte am Mittwoch den dritten Tag in Folge zu. Das Edelmetall verteuerte sich je Feinunze um 0,5 Prozent auf 1374,80 Dollar. Auftrieb erhielt Gold Händlern zufolge unter anderem von Gold-Käufen in Asien. Anleger hatten zu Jahresbeginn Gewinne bei Gold eingestrichen.

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